VNW drängt auf schnellen Baustart wegen steigender Preise
Bereits am Wochenende habe die Baubranche vor weiter anziehenden Kosten gewarnt, so Breitner. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa
Stahl, Beton, Dämmstoffe: Die Preise für Baumaterial schießen in die Höhe. Der VNW schlägt Alarm und fordert, dass die Kommunen im Norden geplante Bauprojekte schnell umsetzen.
Hamburg. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) fordert die norddeutschen Kommunen auf, geplante Bauprojekte angesichts steigender Baupreise zügig umzusetzen. „Wir erleben, auch infolge internationaler Krisen, derzeit einen deutlichen Anstieg bei den Baukosten“, sagte der VNW-Direktor Andreas Breitner. „Alle Beteiligten müssen jetzt rasch ins Bauen kommen, um zu retten, was noch zu retten ist.“
Breitner warnt, dass die Einsparungen durch den „Bau-Turbo“ und die Senkung von Baustandards von den steigenden Preisen aufgezehrt werden könnten. Bereits am Wochenende habe zudem die Baubranche vor weiter anziehenden Kosten gewarnt. Der VNW-Direktor erklärte: „Ursachen sind höhere Preise für Material und höhere Transportkosten infolge gestiegener Benzin- und Dieselpreise.“
Betroffen seien zahlreiche Baustoffe: Stahl, Beton, Dämmstoffe und Folien auf Rohölbasis. „Bauexperten gehen seit dem Iran-Krieg von einer Baukostensteigerung um drei bis fünf Prozent aus“, so Breitner. Eine schnelle Entspannung der weltpolitischen Lage sei nicht in Sicht. Viele Baufirmen planten daher, ihre Angebotspreise bald zu erhöhen – das erschwere die Kalkulation neuer Bauprojekte.
Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen vertritt nach eigenen Angaben in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 488 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften.