Zähl Pixel
Wölfe

Wildparkchef für Freilassung des Wolfes

Im Wildpark Schwarze Berge lebt seit vielen Jahren ein Rudel Wölfe. (Archivbild)

Im Wildpark Schwarze Berge lebt seit vielen Jahren ein Rudel Wölfe. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa

Nach dem Vorfall in Altona plädiert der Geschäftsführer des Wildparks Schwarze Berge dafür, den eingefangenen Wolf freizulassen. Warum eine Integration in das Rudel im Park keine Option ist.

Von dpa Mittwoch, 01.04.2026, 10:52 Uhr

Rosengarten/Hamburg. Der nach dem Vorfall in Hamburg-Altona eingefangene Wolf sollte nach Ansicht des Geschäftsführers des Wildparks Schwarze Berge, Arne Vaubel, wieder freigelassen werden. Das Tier habe nicht mit Absicht angegriffen, sondern aus einer Panik heraus, sagte Vaubel der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Wolf war am Abend nach Angaben der Umweltbehörde in eine niedersächsische Wildtierauffangstation gebracht worden, nachdem er zuvor im Wildgehege Klövensteen untergebracht und tiermedizinisch versorgt worden war. 

Wolf verletzte Frau

Nach dpa-Informationen war das Tier am Montag in der Großen Bergstraße in eine mit gläsernen Automatiktüren gesicherte Einkaufspassage geraten. Eine Frau habe daraufhin versucht, das Tier zu befreien - und sei dabei von dem Wolf verletzt worden. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sprach von einer Bissverletzung. Die Frau konnte demnach das Krankenhaus nach kurzer ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Vaubel geht davon aus, dass der Wolf die Frau nicht angreifen wollte. Das sei ein wilder Wolf, der nichts kenne - keine Stadt, keine Menschen. „Der Wolf war wahrscheinlich in Panik und wollte nur raus“, sagte er. 

Er gehe auch davon aus, dass das Tier schon zuvor in einem Ausnahmezustand gewesen sei. Schließlich sei das Tier seit dem Wochenende immer weiter in die Stadt vorgedrungen. Dabei habe er eigentlich genau das Gegenteil gewollt. Aber: „Der weiß ja nicht, wo die Stadt zu Ende ist.“

Vaubel: Wolf kann nicht in Rudel im Park integriert werden

Eine Chance, den Wolf in das Rudel seines Wildparks zu integrieren, sieht Vaubel nicht. „Das ist eigentlich nicht möglich.“ Wenn, dann bräuchte das Tier ein eigenes Gehege und auch das sei schwierig. Schließlich handele es sich bei dem Wolf nach wie vor um ein wildes Tier. 

Im Wildpark Schwarze Berge lebt seit Jahren ein Wolfsrudel mit vier Tieren in zwei Gehegen.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

J
Jochen Mextorf
01.04.202607:00 Uhr

Totales Versagen der Zuständigen. Aber wer ist das?

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Auf diesen Strecken stehen Sie über Ostern im Stau

Wer zu Ostern unterwegs ist, braucht auf den Autobahnen um und in Hamburg sowie in Richtung Süden Geduld: Wo und wann werden Hin- und Rückreisewellen zu echten Geduldsproben? Und wann kommen Reisende doch noch halbwegs entspannt durch?