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Blaulicht

E-Scooter-Akku entzündet sich – 73-Jährige in Burweg verletzt

Einsatzkräfte der Feuerwehren entfernen brennende oder glimmende Gegenstände aus der Wohnung und löschen diese im Freien.

Einsatzkräfte der Feuerwehren entfernen brennende oder glimmende Gegenstände aus der Wohnung und löschen diese im Freien. Foto: Rolf Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten

Alarm kurz nach Mitternacht: Die Rauchmelder im Haus schlagen an. Die Seniorin versucht noch, brennende Teile ins Freie zu tragen. Sie wird im Gesicht verbrannt.

Von Redaktion Freitag, 12.06.2026, 08:15 Uhr

Burweg. Eine Bewohnerin einer Wohnung im ersten Stockwerk eines Wohn- und Geschäftshauses in der Blaue Straße in Burweg ist bei einem Feuer in der Nacht zum Freitag verletzt worden. Das berichtet Rolf Hillyer-Funke, Sprecher der Feuerwehren der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, am frühen Freitagmorgen.

Demnach habe die 73-jährige Frau eine halbe Stunde nach Mitternacht einen Notruf abgesetzt, nachdem sie durch Rauchmelder in ihrer Wohnung alarmiert worden sei. Ein Akku eines in der Wohnung gelagerten E-Scooters sei laut dem Feuerwehrsprecher in Brand geraten und habe zu dem Feuer geführt.

Verbrennungen im Gesicht und an den Händen

Die Seniorin selbst habe noch vor Eintreffen der Feuerwehr „einige brennende Teile die Treppe hinunter ins Freie getragen und dabei Verbrennungen im Gesicht und an den Händen erlitten sowie Rauchgase eingeatmet“, berichtet Hillyer-Funke weiter.

Die Frau habe vom alarmierten DRK-Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

Der Rauchmelder und das schnelle Eingreifen der Feuerwehren haben mutmaßlich Schlimmeres verhindert.

Der Rauchmelder und das schnelle Eingreifen der Feuerwehren haben mutmaßlich Schlimmeres verhindert. Foto: Rolf Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten

Brennendes Mobiliar aus Fenster geworfen

Rund 40 Feuerwehrleute der Wehren Burweg, Himmelpforten und Oldendorf waren den Angaben zufolge zur Brandbekämpfung ausgerückt. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz gegen das Feuer im Obergeschoß vor. Das Feuer hatte mehrere Einrichtungsgegenstände, Inventar und Bekleidung in Brand gesetzt und teilweise zum Abplatzen des Putzes an einer Wandfläche geführt, so der Feuerwehrsprecher.

Durch das schnelle Eingreifen habe das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden können, noch bevor es sich zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand habe ausbreiten können.

Brennende Gegenstände seien aus dem Fenster geworfen sowie weitere gelagerte Akkus und auch Mobiliar hinausgetragen und anschließend im Freien abgelöscht worden. Die Akkus kamen demnach in spezielle Metallcontainer.

Akku-Brand ist chemischer Prozess

Die grundsätzliche Feuergefahr von Akkus mit Lithium-Ionen-Technologie ist unbestritten. Beim Umweltbundesamt (UBA) spricht man von einem „erhöhten Gefahrenpotenzial“. Batterien dieses Typs besitzen hohe Energiedichten, halten also lange durch, und entladen sich kaum selbst, wenn sie nicht genutzt werden.

Das Problem: Sind sie einmal in Brand geraten, ist ein chemischer Prozess in Gang gesetzt, der das Löschen zu einer speziellen Herausforderung macht.

Rauchmelder „hat Leben gerettet“

Laut Feuerwehrsprecher seien im Erdgeschoß des Hauses „überschaubare Schäden durch durchgesickertes Löschwasser“ entstanden. Eine weitere Einschätzung zur Schadenshöhe könne die Feuerwehr nicht geben. Die Polizei Stade nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.

Nachdem Lüften und Nachlöscharbeiten konnten die Feuerwehren den Einsatz nach rund 90 Minuten beenden. Feuerwehrsprecher Hillyer-Funke: „Rauchmelder und das schnelle Eingreifen der Feuerwehren hat in diesem Fall augenscheinlich das Leben der Bewohnerin gerettet, ein Großfeuer verhindert und den entstandenen Schaden begrenzt.“ (pm/tip)

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