Zukunft der Luftfahrt

Braunschweig: Airport-Forschung als Schub für die Wirtschaft

Braunschweig will das Potenzial des Forschungsflughafens gezielt nutzen und den Standort als Zentrum für Forschung, Erprobung und Zertifizierung weiter stärken. (Archivbild)

Braunschweig will das Potenzial des Forschungsflughafens gezielt nutzen und den Standort als Zentrum für Forschung, Erprobung und Zertifizierung weiter stärken. (Archivbild) Foto: Michael Matthey/dpa

Drohnen, klimafreundliche Technik und ein autonomes Shuttle: Braunschweig will vom Forschungsflughafen verstärkt wirtschaftlich profitieren. Perspektiven dafür stellte die Stadt in Berlin vor.

Von dpa 21.05.2026, 20:35 Uhr

Berlin/Braunschweig. Wachsende Bedrohungen aus der Luft und klimafreundlicheres Fliegen - am Forschungsflughafen in Braunschweig sollen aktuelle Entwicklungen verstärkt in wirtschaftliche Chancen umgemünzt werden. Es gehe darum, mehr Aufgaben in der Beobachtung und Aufklärung an Land und auf See, beim Frachttransport, aber auch im Bereich Sicherheit und Verteidigung zu übernehmen, teilte die Stadt mit. Die Luftfahrttechnik werde deutlich agiler und flexibler, hieß es zur Begründung. 

„Über 3.700 Arbeitsplätze in Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind dort mittlerweile angesiedelt“, sagte Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD). Der Airport biete Antworten auf die Fragen der Zukunft, warb der SPD-Politiker bei einem Parlamentarischen Abend in Berlin, bei dem sich auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) informierten. 

Forschungseinrichtungen wie die Technische Universität oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellten Fragen zur unbemannten Flugtechnik oder der Rolle von Drohnen in der zivilen Nutzung und beim Schutz kritischer Infrastruktur in den Mittelpunkt. „Dieses Potenzial werden wir gezielt nutzen und den Standort als Zentrum für Forschung, Erprobung und Zertifizierung weiter stärken“, sagte TU-Präsidentin Angela Ittel. 

Dass der Flughafen auch ein wichtigstes Zentrum für Mobilitätsforschung in Europa ist, soll ein autonomes Shuttle belegen, das künftig zwischen den internationalen Forschungszentren und Bundesforschungsinstituten verkehrt.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Kilometerlanger Stau auf A7 in Hamburg

Autofahrer in Hamburg brauchen Geduld: Es staut sich am Elbtunnel und auf den Abschnitten vor und nach dem Tunnel. Für das erhöhte Verkehrsaufkommen gibt es mehrere Gründe.

Sturmböen an der Nord- und Ostseeküste

Der Deutsche Wetterdienst warnt an der Küste gebietsweise vor herabstürzenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen. Das Wetter am Wochenende bestimmt das Tiefdruckgebiet „Cerry“.