Ekel-Alarm in Paketen: Was gegen diese Tierchen hilft
Papierfischchen ähneln im Aussehen Silberfischen; sie sind aber deutlich dunkler. Foto: Gambarini/dpa
Kleine Krabbeltiere per Post direkt ins Haus: Wer viel im Internet bestellt, sollte beim Auspacken genau hinschauen. Und bei Bedarf aktiv werden.
Landkreis. Man kann sie leicht mit Silberfischchen verwechseln. Doch anders als ihre etwas kleineren Verwandten können Papierfischchen großen Schaden im Haus anrichten. Denn sie ernähren sich gern von Papier und Kartons - am besten mit über 45 Prozent Cellulose.
Verbreiten sie sich erst einmal in der Wohnung, sind Bücher, Fotoalben, Unterlagen und Kunstwerke also nicht mehr sicher vor ihren Fraßspuren, warnt das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft (KoHW).
Blinde Passagiere bei der Bestellung
Und: Man bekommt sie gern mal per Paket geliefert. Laut Umweltbundesamt verbreiten sich Paperfischchen, die anders als die silbrig schimmernden Silberfischchen eine braune, matte Färbung haben und eher trockene, warme Räume mögen, vor allem durch den Versandhandel. Die Tiere, die gesundheitlich nicht gefährlich sind, sitzen in den Kartons und Verpackungsmaterialien. Werden sie unbemerkt mitverpackt, gelangen sie ins Haus.
Dass sie da sind, kann man dann etwa an Häutchen und Kotkügelchen erkennen, an Schäden am Papier – oder wenn man eines der Tierchen sieht. Denn anders als Silberfischchen sind Papierfischchen auch öfter tagsüber unterwegs.
Pakete vor der Haustür öffnen
Damit man sich die Tiere gar nicht erst ins Haus holt, empfiehlt das KoWH, Kartonverpackungen am besten gar nicht erst dort zu öffnen. Zum Beispiel kann man Kartons auf dme Balkon öffnen oder im Hof - und die Verpackungen anschließend sofort entsorgen.
Wichtige Briefe, Dokumente und Co. lagert man außerdem am besten in dichten Boxen mit glatter Oberfläche. Die Tiere können dann nur schwer eindringen.
Wer Papierfischchen daheim entdeckt, dichtet am besten Spalten, Ritzen, Hohlräume oder andere Versteckmöglichkeiten ab. Auch Klebefallen entlang von Fußleisten sind dem Umweltbundesamt zufolge eine Idee.
Ein akuter Befall kann demnach aber ohne professionelle Hilfe kaum bekämpft werden. Dafür wenden Sie sich besser an Experten. Adressen von professionellen Schädlingsbekämpfungsfirmen in Ihrer Nähe findet man dem Umweltbundesamt zufolge auf den Webseiten des Vereins zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung VFöS und des Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verbands DSV. Beide haben eine entsprechende Suchfunktion. (dpa/tmn)
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