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Staugefahr: Elbtunnel am Wochenende dicht – Sperrungen auf A1 geplant

Die A7 wird von Freitagabend bis Montagmorgen zwischen Hamburg-Stellingen und -Heimfeld voll geperrt. (Archivbild)

Die A7 wird von Freitagabend bis Montagmorgen zwischen Hamburg-Stellingen und -Heimfeld voll geperrt. (Archivbild) Foto: Georg Wendt/dpa

Autofahrer im Raum Hamburg erwartet eine schwierige Verkehrslage. Der Elbtunnel wird von Freitagabend bis Montagmorgen dichtgemacht. Weitere Sperrungen auf der A1 folgen.

Von dpa Donnerstag, 11.06.2026, 20:55 Uhr

Hamburg. Für den Autoverkehr zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein wird Hamburg an diesem Wochenende zu einem Nadelöhr. Freitagabend ab 22 Uhr werden der Elbtunnel und die Autobahn 7 (Hannover – Flensburg) für 55 Stunden voll gesperrt. Bis voraussichtlich 5 Uhr am Montagmorgen müssen Autofahrerinnen und Autofahrer über die A1 (Bremen – Lübeck) ausweichen.

An den folgenden vier Wochenenden soll wiederum die A1 im Bereich der Süderelbbrücke gesperrt werden, wie die Autobahn GmbH mitteilte. An den beiden letzten Wochenenden im Juni betrifft die Sperrung die Fahrtrichtung Lübeck, an den beiden ersten Wochenenden im Juli die Fahrtrichtung Bremen. Der Verkehr auf der A1 soll zwischen den Anschlussstellen Stillhorn und Harburg umgeleitet werden. Die Ausweichroute führt über die parallel verlaufende B75.

Staus auf der Umleitungsstrecke erwartet

Seit Einführung einer eingeschränkten Verkehrsführung an der Norderelbbrücke müssen Lastwagen, die aus dem Hafen oder dem Hamburger Stadtgebiet kommen und in Richtung Lübeck und Berlin fahren wollen, eine Umleitung über die Anschlussstelle Harburg nehmen. Da diese aber südlich der gesperrten Süderelbbrücke liegt, werden an den Sperrwochenenden zahlreiche Lastwagen bereits in Stillhorn „wenden“ und damit diese Anschlussstelle besonders belasten. Die dortige Ampelschaltung soll allerdings angepasst werden.

„Die Sperrungen werden Staus bedeuten“, sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH. „Es wird sicher eng werden auf der Umleitungsstrecke.“ Die Empfehlung an die Autofahrer laute, Hamburg an den kommenden Wochenenden möglichst nicht anzusteuern.

Die maroden Elbbrücken der A1 sollen durch Neubauten ersetzt werden. Während der Wochenend-Sperrungen der Süderelbbrücke sind bauvorbereitende Maßnahmen geplant. Diese seien stark witterungsabhängig, hieß es.

A7-Verkehr wird wegen Vollsperrung über A1 umgeleitet

Während der Vollsperrung der A7 zwischen Hamburg-Stellingen und -Heimfeld an diesem Wochenende soll die Betriebstechnik des Elbtunnels in die neue Tunnelleitzentrale integriert werden. Auch der Bau des Lärmschutztunnels Altona und die Erweiterung der A7 auf Hamburger Gebiet südlich des Elbtunnels sollen vorangetrieben werden, wie es weiter hieß.

Die Umleitung für den überregionalen Verkehr auf der A7 verläuft über die A1, die A21 und die B205, in Richtung Hannover in umgekehrter Reihenfolge. Die Strecke verbindet das Kreuz Maschen südlich von Hamburg mit der A7-
Die Süderelbbrücke der A1 wird an vier Wochenenden in jeweils einer Fahrtrichtung gesperrt. (Archivbild)

Die Süderelbbrücke der A1 wird an vier Wochenenden in jeweils einer Fahrtrichtung gesperrt. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa

Anschlussstelle Neumünster-Süd.

Innerstädtisch können Autofahrer über die Neuen Elbbrücken ausweichen. Allerdings macht die Polizei darauf aufmerksam, dass am Sonntag in der Innenstadt und östlich der Außenalster zahlreiche Straßen gesperrt sind. Grund dafür ist der Women’s Run, ein Straßenlauf nur für Frauen.

Auch Köhlbrandbrücke gesperrt

Gleichzeitig finden auf der Köhlbrandbrücke wieder Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten statt. Darum wird die Brücke über den Elbarm ebenfalls am Wochenende voll gesperrt - nur fünf Tage nach Abschluss der letzten Instandsetzungsarbeiten.

Um die Elbquerung für Fußgänger und Radfahrer zu erleichtern, verstärkt der Fährbetreiber Hadag an diesem Wochenende den Verkehr über den Fluss. Die Linie 72 zwischen Landungsbrücken und der nahe gelegenen Elbphilharmonie werde ausgesetzt, teilte das Tochterunternehmen der Hamburger Hochbahn mit. Die frei werdenden Kapazitäten sollen auf den Linien 62 und 64 zwischen den Landungsbrücken und Finkenwerder auf der südlichen Elbseite eingesetzt werden.

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