Stader Altstadt: Straßensanierung verzögert sich um Monate
Derzeit ist ein Teil der Bungenstraße Baustelle. Weil ein Telekomkabel falsch verlegt wurde, verzögert sich die Straßensanierung erheblich. Foto: Hansestadt Stade
Bittere Pille für die Anlieger: Ein falsch verbuddeltes Telekom-Glasfaserkabel behindert laufende Arbeiten und muss zwingend neu verlegt werden.
Stade. Während der derzeit laufenden Arbeiten trat es zutage: Eine Telekommunikationsleitung blockierte die Erdarbeiten. Auf Basis der Pläne war zunächst festgestellt worden, dass keine Verlegungen notwendig sein würden. Im Zuge der seit März stattfindenden Arbeiten der Stadtwerke Stade an den Gas-, Wasser- und Stromleitungen wurde jedoch ein zentrales Glasfaserkabel der Telekom in einer zu geringen Tiefe vorgefunden, was in den Leitungsplänen so nicht ersichtlich gewesen war. Um die Straßensanierung wie geplant fortführen zu können, ist eine Neuverlegung dieser Trasse zwingend erforderlich.
Telekom zahlt die Kosten für die Neuverlegung
Diese Verlegung erfordert einen hohen logistischen und zeitlichen Aufwand. Die Telekom rechnet mit einer Bauzeit und einer damit verbundenen Verzögerung des Gesamtprojekts von mindestens sechs Monaten. Die anfallenden Kosten für diese Leitungsverlegung werden von dem Unternehmen getragen, die geplanten Arbeiten der Hansestadt Stade aber entsprechend verzögert.
Eine bittere Nachricht besonders für die Anlieger
„Für alle Beteiligten, insbesondere für die Anliegerinnen und Anlieger im Quartier, ist diese Nachricht natürlich bitter“, sagt Jens Bossen, Fachbereichsleiter Städtebau und Umwelt bei der Hansestadt Stade. „Auch wenn wir als Stadt auf die internen Abläufe und den Zeitplan eines externen Konzerns nur bedingt Einfluss haben, werden wir die Telekom partnerschaftlich unterstützen, um das Verfahren bestmöglich zu beschleunigen und die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten.“
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Erneute Vollsperrung wird derzeit geprüft
Nach dem Abschluss der aktuellen Arbeiten der Stadtwerke wird die Straßenoberfläche zunächst provisorisch wiederhergestellt. Ob im Zuge der späteren Telekom-Arbeiten erneute Vollsperrungen nötig werden, wird derzeit geprüft. Die Hansestadt Stade wird die Anlieger sowie die Öffentlichkeit über den weiteren Bauablauf kontinuierlich unter www.stadt-stade.info/altstadt sowie über den dort eingerichteten E-Mail-Verteiler auf dem Laufenden halten.
Hintergrund der Sanierung und Umgestaltung
Die Schmutz- und Regenwasserkanäle in der Bungenstraße stammen noch aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, sind entsprechend sanierungsbedürftig und in der Vergangenheit bereits mehrfach repariert worden. Nun werden die Leitungen erneuert. Im Anschluss wird die Bungenstraße umgestaltet. Dort soll eine Mischverkehrsfläche mit optisch getrennten Bereichen für Straße, Gehwege und Parkplätze entstehen. Das vorhandene Granitgroßsteinpflaster wird im drei Meter breiten Straßenraum wiederverwendet, während die Gehwege mit geschliffenem Granitsteinpflaster barrierearm gestaltet werden. Die Entwässerung erfolgt über eine mittige Rinne samt Abläufen, die auch den durch den Klimawandel vermehrt auftretenden Starkregenereignissen Rechnung trägt.
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Ein Vorbildmuster für ähnliche Stader Maßnahmen
Die Umgestaltung der Bungenstraße soll der Hansestadt Stade als Muster für ähnliche Maßnahmen dienen, die künftig in der Altstadt stattfinden könnten. Nach Abschluss der Straßenbauarbeiten sollen die Bungenstraße und unmittelbar angrenzende Bereiche zu einer Anliegerzone erklärt werden, um Durchgangs- und insbesondere Parksuchverkehr zu unterbinden. (iha)

Die Stadtwerke arbeiten an Gas-, Wasser- und Stromleitungen. Foto: Hansestadt Stade
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