Im Auftrag der DAK-Gesundheit

Mehrheit im Norden empfindet Miteinander als schlecht

61 Prozent der Befragten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen engagieren sich laut der Umfrage bereits für ein besseres Miteinander - etwa indem sie sich bewusst Zeit für andere nehmen. (Symbolbild)

61 Prozent der Befragten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen engagieren sich laut der Umfrage bereits für ein besseres Miteinander - etwa indem sie sich bewusst Zeit für andere nehmen. (Symbolbild) Foto: Alicia Windzio/dpa

71 Prozent der Befragten im Norden empfinden das soziale Miteinander als schlecht. Besonders Respektlosigkeit und Aggressivität nehmen laut Umfrage zu - auch auf bundesweiter Ebene.

Von dpa 02.05.2026, 09:00 Uhr

Hamburg. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg bewertet das soziale Miteinander als schlecht. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Demnach halten 71 Prozent der Befragten in den nordwestlichen Bundesländern den Zusammenhalt und das Zusammenleben in der Gesellschaft für schlecht oder sehr schlecht.

Aufgeschlüsselt schätzten 62 Prozent der Befragten den Zusammenhalt und das Zusammenleben in der Gesellschaft als „eher schlecht“, neun Prozent sogar als „sehr schlecht“ ein. Zugleich sagen 77 Prozent, dass sich das soziale Miteinander in den vergangenen drei Jahren verschlechtert hat.

Befragte beklagten Zunahme von Respektlosigkeit

Auch deutschlandweit schätzen mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten das Zusammenleben in der Gesellschaft als schlecht ein. Zudem nimmt auch bundesweit eine große Mehrheit, 77 Prozent, eine Verschlechterung im Miteinander in den vergangenen drei Jahren wahr – ein Trend, der sich auch in früheren Umfragen zeigte.

Laut DAK-Gesundheit bemerken die Menschen vor allem mehr Beleidigungen und Respektlosigkeit (86 Prozent), Aggressivität (81 Prozent), Egoismus (79 Prozent) sowie Intoleranz und Ausgrenzung (76 Prozent). Besonders im öffentlichen Raum und in sozialen Netzwerken falle die Verschlechterung auf.

Für die repräsentative Umfrage Anfang März wurden deutschlandweit insgesamt 1.029 Bürger befragt. 98 Prozent der Befragten in den nordwestlichen Bundesländern glauben, dass ein besseres soziales Miteinander die Gesundheit fördert. 61 Prozent engagierten sich bereits dafür – etwa durch Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliche Arbeit oder indem sie sich bewusst Zeit für andere nehmen.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

H
Heiko Kania
03.05.202609:34 Uhr

71 Prozent der Befragten im Norden empfinden das soziale Miteinander als schlecht... = Umgekehrter "Wert der asozialen Medien".

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Kilometerlanger Stau auf A7 in Hamburg

Autofahrer in Hamburg brauchen Geduld: Es staut sich am Elbtunnel und auf den Abschnitten vor und nach dem Tunnel. Für das erhöhte Verkehrsaufkommen gibt es mehrere Gründe.

Sturmböen an der Nord- und Ostseeküste

Der Deutsche Wetterdienst warnt an der Küste gebietsweise vor herabstürzenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen. Das Wetter am Wochenende bestimmt das Tiefdruckgebiet „Cerry“.