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Britische Regierung gegen Musks KI Grok: „Beleidigt Opfer“

X-Nutzer können Grok bislang dazu auffordern, freizügige Bilder von Menschen zu generieren - auch von Kindern. (Symbolbild)

X-Nutzer können Grok bislang dazu auffordern, freizügige Bilder von Menschen zu generieren - auch von Kindern. (Symbolbild) Foto: Andre M. Chang/ZUMA Press Wire/dpa

Der KI-Chatbot Grok auf der Online-Plattform X sorgt immer wieder für Aufruhr. Jetzt scheint X die Nutzung der Künstlichen Intelligenz eingeschränkt zu haben - doch geht das weit genug?

Von dpa Freitag, 09.01.2026, 10:35 Uhr

London. Trotz vermeintlicher Änderungen am Zugang zur KI-Bildergenerierung hat die britische Regierung Elon Musks Online-Plattform X scharf kritisiert und Konsequenzen angedroht. Der Schritt, nur noch zahlende Kunden Bilder mit der Künstlichen Intelligenz Grok verändern und erstellen zu lassen, sei „eine Beleidigung für die Opfer von Frauenfeindlichkeit und sexueller Gewalt“, teilte die Downing Street mit.

X war in den vergangenen Tagen auch innerhalb der Europäischen Union massiv in die Kritik geraten, weil Nutzer den KI-Chatbot auffordern können, gepostete Bilder zu sexualisieren, auch, wenn diese Kinder zeigen. Die Europäische Kommission forderte die US-Firma auf, interne Dokumente zu Grok nicht zu vernichten, sondern bis Ende des Jahres aufzubewahren. Brüssel zweifelt daran, dass sich X an europäische Digitalgesetze halte.

Am Freitag deutete sich an, dass die KI-Funktion nur noch Abonnementkunden zugänglich ist - zumindest war eine entsprechende Mitteilung zu sehen, wenn Grok aufgefordert wurde, Bilder zu generieren. Der britischen Zeitung „The Guardian“ zufolge ist die Funktion den meisten X-Nutzern damit nicht mehr zugänglich.

„Keine Lösung“ des Problems

Dieser Schritt mache „aus einer KI-Funktion, die die Erstellung rechtswidriger Bilder ermöglicht, schlicht einen Premium-Dienst“, sagte ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer. Es sei „keine Lösung“, zeige allerdings, das X schnell handeln könne, wenn es denn wolle. Als Konsequenzen lägen weiterhin „alle Optionen“ auf dem Tisch.

Auch von der EU-Kommission hieß es, die Bezahlmaßnahme ändere nichts am Grundproblem. „Bezahlte Mitgliedschaft oder unbezahlte Mitgliedschaft, wir möchten solche Bilder nicht sehen“, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. Starmer hatte die sogenannten Deepfake-Bilder, also Abbildungen, die die Ursprungsversion stark verändern, aber täuschend echt aussehen können, im Falle von Kindern als „widerlich“ bezeichnet. 

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hatte X am Montag um dringende Stellungnahme gebeten. Der Nachrichtenagentur PA zufolge führt die Behörde nach einer Antwort von X und xAI mittlerweile eine beschleunigte Bewertung des Falls durch. Technologieministerin Liz Kendall sagte, sie erwarte, das Ofcom die vollständigen rechtlichen Befugnisse nutze. Der britische Online Safety Act enthalte die Befugnis, Dienste in Großbritannien zu sperren, wenn sie sich weigern, britisches Recht einzuhalten, so die Ministerin. 

Bereits mit Lobpreisungen für Hitler schockiert

An Silvester hatte sich der Chatbot dafür entschuldigt, ein Bild von zwei Mädchen im Teenager-Alter „in sexualisierten Outfits“ erstellt und geteilt zu haben. „Es handelte sich um ein Versagen unserer Sicherheitsvorkehrungen, und ich entschuldige mich für alle dadurch entstandenen Schäden“, schrieb Grok auf X. Im Sommer hatte Grok bereits mit Lobpreisungen für Adolf Hitler schockiert.

Der KI-Chatbot Grok von Elon Musks Unternehmen X steht in der Kritik. (Archivbild)

Der KI-Chatbot Grok von Elon Musks Unternehmen X steht in der Kritik. (Archivbild) Foto: Matt Rourke/AP/dpa

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