Nach Urteil

Nach DFB-Urteil: Union zieht vor Ständiges Schiedsgericht

Union-Präsident Dirk Zingler will das DFB-Urteil nicht akzeptieren.

Union-Präsident Dirk Zingler will das DFB-Urteil nicht akzeptieren. Foto: Thomas Frey/dpa

Auch die zweite Instanz beim DFB wertet das Skandalspiel Union gegen Bochum mit dem Feuerzeugwurf für den VfL. Die Berliner wollen aber weiter nicht aufgeben.

Von dpa 28.02.2025, 20:05 Uhr

Frankfurt/Main. Nach der erneuten Niederlage am Grünen Tisch will der 1. FC Union Berlin in dem Verfahren um den Feuerzeugwurf auch die letzte Instanz anrufen. Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatte entschieden, die Partie von Union gegen den VfL Bochum mit 2:0 für die Bochumer zu werten. Union-Präsident Dirk Zingler wertete dies als politisch motiviertes Urteil und kündigte an: „Wir sind daher gezwungen, dem politischen Druck zu entgehen und werden das Ständige Schiedsgericht anrufen.“

Dies ist die letzte Möglichkeit für Union, dass die Bundesliga-Partie, die Anfang Dezember eigentlich 1:1 ausgegangen war, doch noch anders gewertet wird. Das höchste DFB-Gericht hatte geurteilt, dass Union ein Verschulden zugerechnet werden müsse, weil ein Berliner Anhänger ein Feuerzeug auf Bochums Torhüter Patrick Drewes geworfen hatte. Dieser konnte danach nicht weiterspielen.

„Wir waren heute Zeuge eines Verfahrens, in dem erstmalig das Fehlverhalten eines Zuschauers zu einer Spielumwertung geführt hat“, sagte Zingler in einer schriftlichen Stellungnahme. „Und das trotz einer ordnungsgemäßen Beendigung des Spiels durch den Schiedsrichter. Die Schaffung dieses Präzedenzfalls war aus unserer Sicht Ziel des Kontrollausschusses. Das Gericht ist vom VfL Bochum und vom Kontrollausschuss aufgefordert worden, ein politisches Signal zu senden. Dies war nur möglich unter fehlerhafter Anwendung der Rechts- und Verfahrensordnung.“

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Was nun, Lionel Messi?

Die Fußball-Welt rätselt. Was macht Lionel Messi? Spielt er weiter für Argentinien? Oder hört er auf? Mitentscheidend könnte sein, was Trainer Lionel Scaloni macht, der Messis goldene Ära ermöglichte.

Messis bittere Tränen: Das Ende scheint nahe

Der Titel-Traum ist geplatzt - und Lionel Messis Zeit im argentinischen Nationalteam vorbei? Rund um den 39-Jährigen beginnt der Abgesang. Messi selbst äußert sich am Abend nach dem Finale.