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Suedlink-Elbtunnel bis Wischhafen: Wann ist er fertig?

Bauteile für den Tunnel werden auf eine Bahn verladen. (Foto-Produktion)

Bauteile für den Tunnel werden auf eine Bahn verladen. (Foto-Produktion) Foto: Christian Charisius/dpa

Es ist ein Mega-Projekt: Geplant ist, dass die Trasse Suedlink künftig auf rund 700 Kilometern Strom transportiert. Ein besonders anspruchsvolles Teilstück endet im Kreis Stade. Das ist der Stand.

Von dpa Donnerstag, 07.05.2026, 12:30 Uhr

Wischhafen/Wewelsfleth. Der Netzbetreiber Tennet rechnet etwa im Juli mit dem Ende der Tunnelbohrungen unter der Elbe für die Stromtrasse Suedlink. Das sagte der für die Unterführung zuständige Tennet-Projektleiter Mathias Seibitz. 4,5 von 5,2 Kilometern des Tunnels sind dem Unternehmen zufolge bereits gebohrt.

Die rund 700 Kilometer lange Stromtrasse Suedlink soll künftig Gleichstrom zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands transportieren. Über die Leitung soll vor allem Strom aus Windparks zu Industriestandorten gelangen.

Elbquerung besonders anspruchsvolle Teilstrecke

Der im Bau befindliche Tunnel verläuft zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen. Die Elbquerung bezeichnete das Unternehmen aus Bayreuth als besonders anspruchsvolle Teilstrecke.

Ina Kamps ist seit Dezember 2025 operative Tennet-Chefin. (Foto-Produktion)

Ina Kamps ist seit Dezember 2025 operative Tennet-Chefin. (Foto-Produktion) Foto: Christian Charisius/dpa

Beginnend Ende 2027 sollen die Kabel eingezogen werden, wie die operative Tennet-Chefin Ina Kamps der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Inbetriebnahme von Suedlink auf ganzer Länge ist bis Ende 2028 geplant. Für den südlichen Teil der Trasse ist der Netzbetreiber TransnetBW zuständig.

Bohrungen starteten im Jahr 2025

Nach Angaben von Tennet begannen die eigentlichen Bohrungen im Jahr 2025. Ursprünglich hatte es in einer Mitteilung des Unternehmens geheißen, dass diese bereits sukzessive im Dezember 2024 hätten anlaufen sollten.

Im Februar war bekanntgeworden, dass der Bund für rund 3,3 Milliarden Euro 25,1 Prozent an Tennet Deutschland von der niederländischen Holding Tennet übernimmt. Dazu müssen aber noch Genehmigungen eingeholt werden.

Arbeiter sind damit beschäftigt, Rohre auf einer Bahn zu positionieren. (Foto-Produktion)

Arbeiter sind damit beschäftigt, Rohre auf einer Bahn zu positionieren. (Foto-Produktion) Foto: Christian Charisius/dpa

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