Zähl Pixel
Tarifverhandlungen

Tarifverhandlung für Seehäfen – Kommt es zu einer Einigung?

Die Arbeitgeber haben ein Angebot für die Hafenarbeiter unterbreitet. (Archivfoto)

Die Arbeitgeber haben ein Angebot für die Hafenarbeiter unterbreitet. (Archivfoto) Foto: Sina Schuldt/dpa

Wie viel Lohn bekommen Hafenarbeiter in Zukunft? Jetzt liegt ein Vorschlag auf dem Tisch.

Von dpa 07.08.2026, 12:00 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Bremerhaven. Im Rahmen der Tarifverhandlungen für die Seehäfen haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt. Die Beschäftigten der Hafenbetriebe sollen ab August 5,1 Prozent mehr Gehalt bekommen, schlägt der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) nach der zweiten Verhandlungsrunde in Bremerhaven vor. 

Die jährliche Zulage für Angestellte der Containerbetriebe soll ab nächstes Jahr um 460 Euro erhöht werden, heißt es weiter. Außerdem sollen alle 300 Euro mehr Urlaubsgeld bekommen. Der Vertrag soll 19 Monate gelten. 

Wie die Gewerkschaft reagiert 

Die Gewerkschaft Verdi hat nun eine Woche Zeit, um über das Angebot nachzudenken. „Wir erkennen das als Zeichen an, dass auch die Arbeitgeber an einer seriösen Tarifrunde interessiert sind“, sagte Sylvi Krisch, ver.di-Verhandlungsführerin. Entschieden sei aber noch nichts, die Gewerkschaft möchte erst mit den Hafenarbeitern sprechen. Wenn die Mehrheit der Beschäftigten das Angebot ablehne, sei ein Warnstreik denkbar. 

Die Gewerkschaft hatte ursprünglich 8,2 Prozent mehr Gehalt gefordert, mindestens aber 2,50 Euro mehr pro Stunde. Sie verweist auf die Steigerungen beim Containerumschlag, die den Hafenbetrieben zugutegekommen seien. Zugleich hätten weitere Kostensteigerungen die Kaufkraft der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter geschmälert. 

Die Verhandlungen betreffen rund 11.000 Beschäftigte der Seehäfen in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

CDU fordert bessere Baustellenkoordinierung

Vielerorts in Hamburg wird der Straßenverkehr durch Baustellen behindert. Wie die CDU mit Bonus-Malus-Regeln und neuen Vorgaben für Baufirmen den Verkehr auf Hamburgs Straßen entlasten will.