Fischbek: Kind (9) setzt sich bei der Hitze ins Auto – und kollabiert
Ein Junge kollabiert in einem Auto, in das er sich zuvor unbemerkt gesetzt hatte. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
In Neugraben passiert ein Notfall. Ein Kind kommt nach Hause, doch seine Mutter hört das Klingeln nicht. Sie findet den Jungen später in komatösen Zustand im Auto vor.
Hamburg. Ein neun Jahre alter Junge hat sich im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek unbemerkt in ein Auto gesetzt und ist dort kollabiert. Das Kind war am Donnerstag gegen 13 Uhr vom Deutschen Roten Kreuz nach Hause gebracht worden, wie ein Mitarbeiter des Polizeilagezentrums in Hamburg sagte.
Weil die Mutter im Haus das Klingeln nicht gehört habe, setzte der Junge sich ins Familienauto. Das war zwar abgeschlossen, doch eine der beiden hinteren Türen war defekt. Das war den Angaben zufolge auch der Grund, weshalb der geistig eingeschränkte Junge nicht allein aus dem Auto herauskam.
Blaulicht
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Die Mutter habe den Jungen kurz vor 16 Uhr gefunden. Sie hatte sich Sorgen gemacht, das DRK und die Schule angerufen und das Grundstück abgesucht. Als sie ihn im Auto fand, sei er nicht mehr ansprechbar gewesen.
Kritischer Zustand des Jungen aus Neugraben-Fischbek
Der Gesundheitszustand des Neunjährigen sei zunächst kritisch gewesen, sagte der Polizeimitarbeiter weiter. Er wurde aufgrund des komatösen Zustandes in ein Kinderkrankenhaus gebracht. Der Polizei zufolge soll die Temperatur in dem Auto bei rund 42 Grad Celsius gelegen haben.
Mittlerweile gehe es dem Kind wieder besser, sagte der Polizeimitarbeiter am Morgen. Der Arzt habe von einem sehr starken Sonnenstich gesprochen. Es dürfe womöglich schon am Wochenende das Krankenhaus wieder verlassen. „Der Junge hat richtig Glück gehabt.“