Personensuche – Großalarm für Stader Retter auf der Elbe
Der alarmierte Rettungshubschrauber „Christoph 29“ konnte kurze Zeit später wieder abdrehen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Drochtersen
Hubschrauber, Feuerwehr, DLRG-Einheiten: Am Freitagnachmittag war nahe Wischhafen Eile geboten - auch wegen eines nahenden Containerriesens.
Drochtersen/Wischhafen. Um kurz nach 15 Uhr am Freitagnachmittag waren die Feuerwehren aus Dornbusch, Drochtersen und Stade sowie die DLRG- Einheiten aus Drochtersen, Stade und Buxtehude zu einem Wasserrettungseinsatz auf der Elbe alarmiert. Das berichtet Gemeindebrandmeister Arnd König. „Passanten hatten vom Strand aus beobachtet, wie ein Kitersurfer mitten im Fahrwasser in Höhe der Tonne 86 Richtung Elbmündung abgetrieben ist“, so König. Das Einsatzgebiet habe sich nahe der Ortschaft Bielenberg auf der schleswig-holsteinischen Elbseite befunden.
Große Gefahr: Containerschiff naht
Zeitgleich befand sich den Angaben nach eines der größten Containerschiffe der Welt, die MS „Ever Alot“, auf der Passage durch den angegebenen Einsatzabschnitt. Das Schiff kommt auf 400 Meter Länge. „Es war höchste Eile geboten, denn durch den Sog des Schiffes bestand höchste Gefahr für den Kitesurfer“, erklärt König.
Kurz nachdem das Feuerwehrboot „Kehdingen“ innerhalb weniger Minuten nach der Alarmierung an der angegebenen Einsatzstelle eingetroffen war, waren auch die ersten Boote der DLRG Ortsgruppe Drochtersen vor Ort. Auf der laut König „spiegelglatten Elbe“ konnten die Einsatzkräfte jedoch weit und breit keinen Kitesurfer ausfindig machen.

Die DLRG- Einheiten aus Drochtersen, Stade und Buxtehude rückten aus. Foto: Freiwillige Feuerwehr Drochtersen
Die Elbe sei stromabwärts durch mehrere Einsatzboote abgesucht. Die Drohne der Freiwilligen Feuerwehr Drochtersen stieg am Fähranleger in Wischhafen auf, um den Einsatzabschnitt aus der Luft abzusuchen.
Mann im Gebüsch winkt Rettungskräfte herbei
Laut König meldeten sich dann weitere Zeugen sowie die Besatzung der „Ever Alot“. Sie alle hatten beobachtet, wie eine Person am Strand von Bielenberg aus dem Wasser gestiegen und im Gehölz verschwunden war. Einsatzkräfte auf den Booten der DLRG Drochtersen konnten den Mann schließlich am Strand ausfindig machen. Er hatte auf sich aufmerksam gemacht.
„Schnell wurde klar, dass es sich um den als vermisst gemeldeten Kitesurfer handelte“, so König. Der Mann sei augenscheinlich unverletzt geblieben.
So habe der Einsatz nach knapp einer Stunde abgebrochen werden können. Der ebenfalls alarmierte Rettungshubschrauber „Christoph 29“ konnte kurz nach seinem Eintreffen wieder abdrehen. (pm/tip)
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