Unfall in Harsefeld: Betrunkener E-Scooter-Fahrer geht auf Polizisten los
Ein Zeuge findet einen Mann neben seinem E-Scooter und alarmiert die Polizei. Der betrunkene 46-Jährige hält die Beamten auf Trab - und das Personal des Elbe Klinikums Buxtehude.
Harsefeld. Gegen 19.30 Uhr am Samstagabend (6. Juni 2026) wurde die Polizei in die Harsefelder Straße zwischen Harsefeld und Bargstedt-Ohrensen alarmiert. Wie Polizeisprecher Matthias Bekermann am Sonntag berichtet, hatte ein Transporterfahrer, der nach eigenen Angaben auf der Harsefelder Straße unterwegs war, dort einen Mann gefunden, der offenbar mit seinem E-Scooter gestürzt war – und unter Alkoholeinfluss stand.
Immer wieder Ärger
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Als die Polizei eintraf, habe der Rettungsdienst den verletzten 46-jährigen Bargstedter bereits versorgt. „Die Beamten stellten neben dem E-Scooter einen Blutfleck sowie eine halbleere Schnapsflasche fest“, sagt Bekermann. Wenig später sei eine E-Scooter-Fahrerin hinzugekommen, die offenbar auch „stark alkoholisiert“ war und beinahe stürzte.
„Der verletzte 46-Jährige machte gegenüber der Polizei nach seiner Belehrung als Beschuldigter im Strafverfahren keine sachdienlichen Angaben. Allerdings erklärte er der hinzugekommenen Frau in Anwesenheit der Beamten kurz darauf genau, wie er mit dem E-Scooter verunglückt sei“, so Bekermann weiter.
Da auch die 54-Jährige aus Bargstedt im Verdacht stand, getrunken zu haben, hätten die Beamten sie ebenfalls belehrt. „Sie stritt ab, gefahren zu sein, erklärte jedoch im Gespräch mit dem 46-Jährigen vor den Beamten, dass sie mit dem E-Scooter auf dem Weg zu einem Discounter in Harsefeld gewesen sei. Zudem hatte der Zeuge sie fahren sehen.“
E-Scooter-Fahrer kommen in Begleitung der Polizei ins Elbe Klinikum Buxtehude
Ein Rettungswagen brachte die beiden E-Scooter-Fahrer in Begleitung der Polizei ins Elbe Klinikum Buxtehude. Ein Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht der Beamten: Der Mann hatte mehr als 1,4, die Frau mehr als 2,1 Promille. Damit nicht genug.
Im Krankenhaus sei der 46-Jährige das Personal angegangen und habe ein „zunehmend aggressives Verhalten“ gezeigt, so dass laut Bekermann weitere Polizeikräfte zur Unterstützung angefordert werden mussten. „Der Mann verweigerte die Behandlung seiner Verletzungen und lehnte die Entnahme einer Blutprobe vehement ab.“
Bargstedter tritt nach Polizisten
Deshalb hätten die Beamten die Blutentnahme durch einen Arzt mittels Zwang durchsetzen müssen. Der Mann habe sich weiter gesperrt und nach einem 27-jährigen Polizisten getreten. Dieser habe den Tritt abwehren können und sei unverletzt geblieben. Auch der 54-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erhielt der Mann einen Platzverweis und wurde vom Klinikgelände begleitet.
Den 46-Jährigen erwarten nun mehrere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr, der Angabe falscher Personalien sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Gegen die 54-Jährige wurde ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. (pm/vdb)
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