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Strengere Haftung bei E-Scooter-Unfällen kommt

Die Zahl der Unfälle mit E-Rollern hat zugenommen. (Symbolbild)

Die Zahl der Unfälle mit E-Rollern hat zugenommen. (Symbolbild) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Wer vom Elektroroller angefahren wird oder auf dem Gehweg über einen umgestürzten E-Scooter stolpert, bleibt nicht mehr auf seinen Behandlungskosten sitzen. Dafür soll eine Gesetzesänderung sorgen.

Von dpa 09.07.2026, 20:00 Uhr
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Berlin. Bei Unfällen mit Elektrorollern gelten künftig strengere Regeln für deren Vermieter. Der Bundestag hat am späten Abend eine Gesetzesänderung verabschiedet, durch die die Geschädigten leichter an Schadenersatz kommen sollen. „Wer mit der Vermietung von E-Scootern Geld verdient, muss auch Verantwortung für die Schäden übernehmen, die mit seinen Fahrzeugen verursacht werden“, erläuterte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) im Vorfeld laut Mitteilung.

Deshalb führt der Bundestag eine verschuldensunabhängige Halterhaftung ein. Damit muss der Betreiber einer E-Roller-Flotte für die Unfallkosten aufkommen, wenn es nicht gelingt, den eigentlichen Verursacher zu belangen. Bei Unfällen mit parkenden Elektroscootern müssen Geschädigte außerdem nicht mehr nachweisen, dass ein Fahrer das Fahrzeug fehlerhaft abgestellt hat.

Drastischer Anstieg von Unfällen

Seit in Deutschland immer mehr E-Scooter unterwegs sind, ist die Zahl der Unfälle mit sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen deutlich gestiegen - laut Statistischem Bundesamt von rund 5.900 im Jahr 2020 auf rund 12.500 im Jahr 2024. Bislang blieben Geschädigte oft auf ihren Kosten sitzen, weil die Elektroroller von den strengen Haftungsregeln für Kraftfahrzeuge ausgenommen waren.

Die Gesetzesänderung betrifft aber nur „selbstbalancierende“ Fahrzeuge wie Elektroroller und sogenannte Segways. Sitzrasenmäher sind damit ebenso von den verschärften Haftungsregeln ausgenommen wie Elektromobile für Gehbehinderte.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ist auch zuständig für den Verbraucherschutz.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ist auch zuständig für den Verbraucherschutz. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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