Zähl Pixel
Gastronomie

Hier gibt es das einzige Sterne-Restaurant am Deich

Marc Rennhack ist Küchenchef des Restaurants „Sterneck“ im Duhner Badhotel Sternhagen. Unter seiner Ägide hat das Restaurant zum wiederholten Mal einen Michelin-Stern errungen.

Marc Rennhack ist Küchenchef des Restaurants „Sterneck“ im Duhner Badhotel Sternhagen. Unter seiner Ägide hat das Restaurant zum wiederholten Mal einen Michelin-Stern errungen. Foto: Leuschner/Archiv

Wohin zieht es die Gourmets aus dem Landkreis Stade? Nach Hamburg? Da ist die Auswahl groß. Oder saßen Sie schon mal in diesem Spitzenrestaurant an der Nordsee?

Von Redaktion 27.06.2026, 20:05 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Hamburg/Cuxhaven. Der Guide Michelin hat die Sterne für 2026 vergeben. Darunter ist auch das Restaurant „Sterneck“ im Duhner Badhotel Sternhagen in Cuxhaven. Zum wiederholten Mal sicherte sich das Gourmet-Restaurant unter Führung von Chefkoch Marc Rennhack die Auszeichnung.

Die begehrten Sterne des Restaurantführers gehen an die besten Restaurants in Deutschland. Bundesweit gibt es 339 Sternerestaurants.

Das Restaurant „Sterneck“ ist erneut eines von ihnen. Es punktet mit „sorgfältig ausgewählten, vorwiegend regionalen Produkten, saisonalen Menüs und feinen Einflüssen aus der internationalen Kulinarik“, wie es auf der Webseite des Hotels heißt. Hinzu kommt der unvergleichliche weite Blick auf die Nordsee und das Weltnaturerbe Wattenmeer.

Marc Rennhacks Handschrift sei „Präzision, Klarheit und Produktqualität“. Diese verleihe dem „Sterneck“ seinen „unverwechselbaren Charakter“, heißt es auf der Webseite.

Keine drei Sterne mehr für Niedersachsen

Nach dem Rückzug des „Aqua“ in Wolfsburg als bislang einzigem Drei-Sterne-Restaurant hat die Spitzengastronomie in Niedersachsen an Boden verloren. Nachdem im Februar in der Autostadt das „Aqua“ mit Spitzenkoch Sven Elverfeld schloss, konnte sich kein Lokal einen dritten Stern erkochen. Zwei Sterne behielten die Restaurants in Hannover, nämlich das „Jante“ sowie das „Votum“.

Nach dem Rückzug des Spitzenlokals Aqua gibt es in Niedersachsen kein Restaurant mit drei Sternen.

Nach dem Rückzug des Spitzenlokals Aqua gibt es in Niedersachsen kein Restaurant mit drei Sternen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Immerhin finden sich landesweit neun Restaurants, denen die Tester einen Stern verleihen. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr das „Harzfenster“ von Johannes Steingrüber in Seesen und das „Mohn“ in Hohnhorst im Landkreis Schaumburg.

Mit einem Stern schmücken dürfen sich neben dem „Sterneck“ das Joseph‘s Fine Dining in Bad Sachsa, das „Handwerk“ und das „Marie“ in Hannover sowie das „Seesteg“ auf der Insel Norderney. Jeweils einen Stern erkochten sich auch zwei Restaurants in Osnabrück, nämlich „Iko“ und „Kesselhaus“.

Im Land Bremen hat der „Guide Michelin“ erneut kein einziges Restaurant mit einem Stern oder mehreren Sternen ausgezeichnet.

Das sind die besten Restaurants in Hamburg

Hamburg hat dagegen mit dem „Haerlin“ im Luxushotel „Vier Jahreszeiten“ und „The Table Kevin Fehling“ in der Hafencity seine Drei-Sterne-Spitzengastronomie verteidigt. Beide Gourmettempel werden weiterhin in der höchsten Kategorie geführt.

Ihre zwei Sterne verteidigen konnten demnach das „100/200 Kitchen“ an den Elbbrücken und das „Lakeside“ im „Fontenay“-Hotel an der Außenalster. Dagegen musste das „Bianc“ in der Hafencity seine beiden Sterne abgeben.

„Arc Restaurant“ bekommt einen neuen Stern

Zuwachs gab es bei den Ein-Stern-Restaurants in der Hansestadt: Das „Arc Restaurant“ in Eimsbüttel darf sich über einen neuen Stern freuen.

Damit ist das Dutzend voll: Denn ihren Stern verteidigen konnten das „Atlantic Restaurant“ an der Außenalster, das „Glorie“ - unter einem Dach mit dem „100/200 Kitchen“ an den Elbbrücken, das „Haebel“ in Altona-Altstadt, das „Heimatjuwel“ und das „Jellyfisch“ in Eimsbüttel, das „Koer“ und das „Zeik“ in Winterhude, das „Landhaus Scherrer“ an der Elbchaussee, das „Petit Amour“ in Ottensen, das „Piment“ in Hoheluft-Ost und das „The Lisbeth“ in der Altstadt.

Seit 60 Jahren Michelin-Sterne für Deutschland

Insgesamt listet der „Michelin Guide Deutschland“ in diesem Jahr erneut zwölf Drei-Sterne-Restaurants auf. 48 Mal wurden zwei Sterne vergeben - einmal mehr als im vergangenen Jahr. 279 Restaurants in Deutschland tragen noch einen Stern - drei weniger als im Vorjahr.

Der kleine rote Reiseführer „Guide Michelin“ erschien erstmals 1910, später wurden die ersten Sterne für gehobene Gastronomie vergeben. An deutsche Küchen wurden 1966 die ersten Michelin-Sterne verteilt.

Neben dem „Guide Michelin“ erscheint auch der Restaurantführer „Gault&Millau“ regelmäßig als wichtiger internationaler Gourmet-Ratgeber. Er vergibt Kochmützen für ausgezeichnete Kochkunst. (dpa)

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel