TRinder gequält, Hunde misshandelt: Tierschutz-Skandale im Kreis Stade
Der Schlachthofskandal in Düdenbüttel beschäftigte die Justiz und Verwaltung im Landkreis Stade jahrelang. Foto: Soko Tierschutz
Tierschützer erstatten Anzeige gegen den Betreiber eines Hühner-Mastbetriebs in Deinste. Der Fall weckt Erinnerungen an andere Tierschutz-Verstöße in der Region.
Landkreis. Ob in Düdenbüttel, Mienenbüttel oder Apensen: Im Kreis Stade und der Region wurden in den vergangenen Jahren mehrere Fälle von Tierquälerei aufgedeckt. Die Beweisfotos und -videos der Tierschützer sind dabei teilweise nur schwer zu ertragen.
Das TAGEBLATT berichtete über diese Fälle - hier eine Übersicht.
„Tiere wie ein Fußball getreten“ – Erschütterndes Video aus Deinste
Ungeheuerliche Szenen sollen sich im Februar 2026 in einem Mastbetrieb in Deinste abgespielt haben. Der Tierrechtsorganisation Aninova liegen Videoaufnahmen vor, die „tote, kranke und geschwächte Tiere“ im Stall zeigen.
„Die Videos zeigen einen äußerst groben Umgang: Hähnchen werden unter anderem an Kopf und Flügeln gepackt und gerissen, kopfüber getragen und in Transportboxen geworfen. Teilweise werden Tiere wie ein Fußball getreten“, teilte die Organisation mit. Das Video soll im Februar in dem Stall in Deinste aufgenommen worden sein und wurde nach eigener Aussage im Juli an die Tierschutzorganisation übergeben.

Einblicke in die Stallbedingungen eines Mastbetriebs in Deinste: Hier ein lebendes und ein totes Huhn. Foto: Aninova
Aninova hat mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen den Inhaber und Mitarbeiter des Betriebs in Deinste erstattet. Auch das Amt Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Stade kündigte nach Erhalt des Videos an, Anzeige zu erstatten.
Der Fall in Deinste zum Nachlesen:
Tritte und tote Hühner: Das steckt hinter dem Tierquälerei-Vorwurf in Deinste
Schlachthofskandal in Düdenbüttel: Tierquälerei mit System
Dieser Skandal hat die Justiz im Landkreis Stade jahrelang beschäftigt: Rinder wurden in einem Schlachthof in Düdenbüttel gequält. Die Verantwortlichen des Schlachthofs ließen systematisch kranke und verletzte Kühe bei regionalen Milchviehbetrieben einsammeln. Die Tiere wurden brutal misshandelt und illegal geschlachtet.
Anfang 2019 hatte die Tierschutzorganisation Soko Tierschutz in Düdenbüttel mit versteckten Kameras die Vorgänge auf den Höfen der Landwirte und beim Transport von Rindern dokumentiert. „Die Bilder waren zum Teil so schockierend, dass sie einhellig als Tierquälerei eingestuft wurden“, berichtete das TAGEBLATT.

Kranke, teils nicht transportfähige Rinder wurden brutal auf die Anhänger gezogen. Foto: Soko Tierschutz
Die Aufnahmen der Soko Tierschutz zeigten unter anderem Rinder, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben und am Schlachthof mit Seilwinden gezogen wurden. Dabei erlitten die Tiere offenbar erhebliche Schmerzen.
Der Betrieb wurde von der Veterinärbehörde untersagt und gab seine EU-Zulassung freiwillig ab. Zwei Versuche, den Schlachthof wieder in Betrieb zu nehmen, scheiterten.
Das Amtsgericht Stade verurteilte die beiden geständigen Hauptakteure im November 2022 zu Haftstrafen von 22 beziehungsweise elf Monaten auf Bewährung. Das Gericht wertete die Taten nicht nur als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch als gewerbsmäßigen Betrug an Verbrauchern. Gegen 31 Landwirte, Landwirtschaftshelfer und Viehtransportfahrer gab es zuvor Strafbefehle im Zusammenhang mit den angeklagten Tierschutzverstößen.
Die Mitarbeiter des Amts Veterinärwesen im Landkreis Stade waren massiv von der Soko Tierschutz kritisiert worden. Der damalige Landrat Michael Roesberg sprach von krimineller Energie der Täter, die notwendig gewesen sei, um die Kontrollen zu umgehen. Es habe keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der amtlichen Tierärzte in Düdenbüttel gegeben.
Die Soko Tierschutz zeigte Ende 2022 zudem den zuständigen Oberstaatsanwalt wegen des Verdachts auf Strafvereitelung im Amt und Rechtsbeugung an. Er habe Tierschutzverstöße und den Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug nicht konsequent verfolgt.
Die Frage, wie die Vorgänge in Düdenbüttel so lange unbemerkt bleiben konnten, beschäftigte Politik und Verwaltung auch noch Jahre nach Bekanntwerden des Videos.
Alles zum Schlachthof-Skandal in Düdenbüttel:
Gegen einen Schlachtbetrieb im Landkreis Stade wurde Anzeige wegen schwerer Verstöße gegen das Tierschutzrecht erstattet.
Ein Einzelfall oder Tierquälerei mit System? Grausame Szenen hat die Soko Tierschutz dokumentiert.
Nach Vorwürfen gegen einen Schlachthof in Düdenbüttel wegen Tierquälerei hat auch der Landkreis Stade Anzeige erstattet.
Die grausamen Bilder vom Schlachtbetrieb in Düdenbüttel und vom Transport der kranken Rinder werfen zahlreiche Fragen auf.
Es ist möglich, dass über dem Schlachtbetrieb in Düdenbüttel Fleisch von kranken Tieren in den Handel gelangt ist. Das ist eine Erkenntnis der Aufarbeitung des Skandals. War kriminelle Energie im Spiel?
„Wir haben keine schwarzen Schafe, sondern eine schwarze Herde“, sagt Friedrich Mülln. Er und die SoKo Tierschutz haben mit ihrer Arbeit dafür gesorgt, dass der Skandal-Schlachthof in Düdenbüttel geschlossen wurde.
Der Landkreis Stade hat keine Hinweise auf ein Fehlverhalten amtlicher Tierärzte bei den verbotenen Schlachtungen kranker Rinder in einem Betrieb in Düdenbüttel.
Die Kreisverwaltung hat jetzt ihren Abschlussbericht zum Schlachthofskandal von Düdenbüttel vorgelegt. Das Fazit der Behörde: Die Vorwürfe der SoKo Tierschutz haben sich komplett bestätigt.
Es wird keinen Neustart für den Schlachthof in Düdenbüttel geben. Die zuständige Behörde hat entsprechende TAGEBLATT-Informationen bestätigt.
Der Schlachtbetrieb in Düdenbüttel war nach einem Tierschutz-Skandal geschlossen worden. Jetzt sollen dort wieder Tiere geschlachtet werden.
Drei Jahre nach der Schließung des Skandalschlachthofs in Düdenbüttel wird der Fall jetzt auch abschließend juristisch aufgearbeitet. Die Staatsanwaltschaft klagt zwei Verdächtige an und hat 31 Strafbefehle verschickt.
Die schrecklichen Bilder der versteckten Kameras der Soko Tierschutz haben viele Menschen schockiert. Jetzt beginnt die juristische Aufarbeitung des Schlachthof-Skandals.
Der Fall des Skandal-Schlachtbetriebs in Düdenbüttel ist vor dem Amtsgericht Stade überraschend schnell mit einem Urteil abgeschlossen worden.
Die Urteile zum Skandal-Schlachthof in Düdenbüttel sowie zu den 1164 erstickten Schweinen in Hüll könnten ein juristisches Nachspiel bekommen. Die Soko Tierschutz hat Anzeige gegen Oberstaatsanwalt Bernhard Lucks gestellt.
Wieso konnte die systematische Tierquälerei im Schlachthof in Düdenbüttel so lange vom Landkreis unbemerkt bleiben?
Tausende Schweine ersticken in Großenwörden
Ein Schweinemastbetrieb in Großenwörden geriet in die Schlagzeilen, nachdem bekannt wurde, dass dort im September 2021 mehr als 1100 Schweine qualvoll erstickt waren. Der Landwirt hatte den Fall selbst den Behörden gemeldet.
Ein Lüftungsanlage im Schweinestall war ausgefallen. 1164 Mastschweine mit bis zu einem Gewicht von 120 Kilo waren in der Zeit vom 11. September abends bis zum Morgen des 12. September in dem Maststall verendet. Etwa 500 leichtere Tiere überlebten.

Zwei Schweinemastbetriebe in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten sorgten für Negativ-Schlagzeilen. Foto: Klempow
Der Landwirt hatte zunächst eine Wartungsfirma für das Versagen der Lüftungsanlage verantwortlich gemacht. Der Landkreis Stade sowie die Tierrechtsorganisation Peta stellten nach Bekanntwerden der Havarie jedoch Anzeige gegen den Landwirt. Die Tiere hätten unter Sauerstoffmangel und Schmerzen gelitten, das habe der Landwirt billigend in Kauf genommen, so der Tatvorwurf.
Strafrichter Lars Naumann verurteilte den Landwirt im Dezember 2022 zu 170 Tagessätzen à 40 Euro. Der Angeklagte habe am Abend des 11. September einen Alarm für die Lüftungsanlage ignoriert. Strafmildernd wirke sich aus, dass der Landwirt bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sei.
Die Artikel zu der Havarie in einem Großenwördener Schweinestall lesen Sie hier:
Insgesamt 1164 Schweine erstickten qualvoll. Der Landwirt aus Großenwörden hatte den Alarm ignoriert. Sein Verteidiger forderte Freispruch.
Nachdem in einem Mastbetrieb in Großenwörden massenweise Schweine verdendet waren, prüft das Veterinäramt des Landkreises, warum die Lüftungsanlage ausgefallen ist.
Auf einem Mastbetrieb in Großenwörden sind 1130 Schweine, etwa zwei Drittel des Bestandes, verendet.
Ein Schwein zappelt unter den Kadavern in Düdenbüttel
Neben dem Betrieb in Großenwörden wurde zu der Zeit auch noch gegen eine andere Schweinemast im Kreis Stade ermittelt. Ebenfalls im September 2021 hatte ein Spaziergänger auf einem Hof in Düdenbüttel einen Haufen Schweinekadaver gefilmt, unter dem sich augenscheinlich noch ein lebendiges Tier befand.
Nach Angaben des Veterinäramtes war der Düdenbütteler Betrieb bereits in der Vergangenheit wegen Verstößen gegen das Tierseuchenrecht und im Hinblick auf die Kadaverlagerung aufgefallen.

Das Foto, veröffentlicht von der Soko Tierschutz, zeigt den offen lagernden Haufen toter Schweine. Foto: Soko Tierschutz
Als die Aufnahmen der Soko Tierschutz zugespielt wurden, informierten die Tierschützer umgehend die Polizei und das Veterinäramt und erstatteten Anzeige gegen den Landwirt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Eine daraufhin nicht angekündigte Kontrolle brachte etliche Missstände ans Licht. Der Landkreis Stade zeigte den Düdenbütteler Landwirt ebenfalls an.
Dieser führte seinen Hof zunächst weiter - unter engmaschiger Überwachung durch das Veterinäramt.
Mehr zu den Vorgängen in dem Düdenbütteler Schweinemastbetrieb lesen Sie hier:
Das Video ist nicht einfach zu ertragen. Tote Schweine aufeinander gekippt liegen an einem Schweinemaststall. Doch etwas bewegt sich.
Tote Schweine auf einem Haufen, dazu der Vorwurf, eines habe noch gelebt. Das Veterinäramt hat den betreffenden Mastbetrieb mehrere Stunden lang auseinandergenommen.
Die grausamen Videobilder von Schweinekadavern in einem Silo sind echt. Sie sind dem Mastbetrieb in Düdenbüttel klar zuzuordnen, bestätigte Landkreis-Dezernentin Nicole Streitz.
Die toten Schweine von Düdenbüttel und der technische Defekt in einem Maststall in Großenwörden wurden unter Landwirten, besonders aber unter Schweinemästern und Ferkelerzeugern, diskutiert.
Ein Schwein muss noch gelebt haben, als es auf einem Hof in Düdenbüttel abgekippt wurde. Der Vorfall sorgte für Entsetzen. Es wird nicht die letzte Schreckensnachricht sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt immer noch.
LPT Mienenbüttel: Tierquälerei im Namen der Forschung
Das Forschungslabor befand sich zwar im Landkreis Harburg - doch die öffentlich gemachten Vorgänge in Mienenbüttel erschütterten auch die Menschen im Landkreis Stade.
Ein Mitglied der Soko Tierschutz schleuste sich 2019 als Mitarbeiter im LPT, dem „Laboratory of Pharmacology and Toxicology“ in Mienenbüttel ein. In dem Labor wurden Tierversuche durchgeführt. Die über vier Monate erstellten Aufzeichnungen des Undercover-Tierschützers dokumentieren massive Verstöße gegen die Tierschutz- und Haltungsbestimmungen.

Die Aufnahmen des Soko-Mannes im LPT in Mienenbüttel dokumentieren schreckliches Tierleid, aber auch Verstöße gegen genehmigte Versuchsabläufe. Foto: Soko Tierschutz
Hunde, Affen und Katzen sollen in Mienenbüttel regelrecht gequält worden sein. Die Aufnahmen zeigen in ihrem eigenen Blut vegetierende Hunde, Affen in zu kleinen Käfigen und die brutale Behandlung von Tieren durch LPT-Mitarbeiter. Zudem stellte der Undercover-Tierschützer Manipulationen an den Studien des Labors fest. Die grausamen Bilder lösten national und international eine Welle des Protests aus.
Die Soko Tierschutz, der Landkreis Harburg und das Laves (Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz) stellten noch im Oktober 2019 bei der Staatsanwaltschaft Stade Strafanzeige gegen das LPT. Tierschützer hatten bereits Jahre zuvor auf Missstände in Mienenbüttel hingewiesen.
Gut sechs Wochen nach den ersten Veröffentlichungen der Aufnahmen des Undercover-Tierschützers durchsuchten Polizei, Veterinärbehörden und Staatsanwaltschaft dann in einer großangelegten Razzia die drei Standorte des LPT in Mienenbüttel, Neugraben und Schleswig-Holstein.

Eine Katze mit zerstochenen Beinen steht in ihrem Käfig. Foto: Cruel Free International/Soko Tierschutz
Im Januar 2020 schloss der Landkreis Harburg den Standort Mienenbüttel. LPT war der Schließung zuvorgekommen und hatte die letzten Tierversuche bereits im Dezember beendet. Nur wenige Wochen später war auch am Standort Neugraben Schluss: Im Februar entzog die Stadt Hamburg dem LPT die Erlaubnis, in seinem dortigen Hauptsitz Tiere zu halten.
Das LPT ging zunächst juristisch gegen die Schließung in Mienenbüttel gegen den Landkreis Harburg vor, zog die Klage dann aber zurück. Eine Hiobsbotschaft erreichte die Tierschützer im August 2020: Die Stadt Hamburg ließ den Betrieb des Tierversuchslabors in Neugraben wieder zu. Zumindest das Labor in Mienenbüttel sollte jedoch geschlossen bleiben: Im September wurden Pläne der LPT bekannt, das Gelände dem Tierschutz überlassen zu wollen.
Nach den ganzen Negativ-Schlagzeilen trennte sich das Labor Anfang 2021 von seinem alten Namen. Aus LPT wurde die Provivo Biosciences GmbH & Co. KG. Ende 2021 kündigt Provivo Biosciences an, die zwei Laborstandorte Neugraben und Gut Löhndorf ebenfalls aufzugeben.

Im Labor in Rade-Mienenbüttel werden Beagle als Versuchstiere eingesetzt. Sie gelten als besonders gutmütig und duldsam. Foto: Soko Tierschutz
Auf dem Gelände in Mienenbüttel wurde im Frühjahr 2022 ein Tierheim eröffnet, zunächst als Auffangstation für Fundtiere und bissige Hunde. Das Tierzentrum Neu Wulmstorf ist noch immer in Betrieb - trotz der Kritik einiger Tierschützer.
Im Mai 2022 wurde ein LPT-Mitarbeiter, einer der Tierpfleger, wegen zweifachen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro verurteilt. Videoaufnahmen zeigten, wie er Affen absichtlich völlig grundlos in Todesangst versetzt hatte.
Zu einem Prozess gegen den damaligen LPT-Geschäftsführer und -Gesellschafter kam es nach jahrelangen Ermittlungen jedoch nicht. Wie Anfang 2023 bekannt wurde, wurde das Verfahren eingestellt. Der Strafbefehl sah eine Geldstrafe von 75.000 Euro vor.
Gequälte Tiere im Labor: Der LPT-Skandal zum Nachlesen:
Das „Laboratory of Pharmacology and Toxicology“, LPT, zählt zu den größten privaten Auftragslabors für Tierversuche in Deutschland. Einblicke bekommt fast niemand.
Was lokale Tierschützer seit Jahren vermuten, bestätigen Recherchen der Soko Tierschutz: In der Tierversuchsanstalt des LPT in Mienenbüttel werden offenkundig Tierrechte massiv verletzt, Versuchstiere gequält und brutal zu Tode gebracht.
Vier Monate lang war Lukas, der im wahren Leben anders heißt, im LPT in Mienenbüttel als Tierpflegehelfer beschäftigt. Dem TAGEBLATT berichtet er, was er dort mit ansehen musste.
Nach den Enthüllungen der Soko Tierschutz über die Tierquälerei im Tierversuchslabor des LPT in Mienenbüttel, bemühen sich die zuständigen Kontrollbehörden um Schadensbegrenzung.
Vor zehn Jahren hat die Rader Tierschützerin Sabine Brauer die Initiative Lobby pro Tier gegründet, abgekürzt LPT – wie der Firmenname des Labors.
Tierrechtler äußern sich kritisch zur Ankündigung des Landkreises Harburg, das Tierversuchslabor LPT in Mienenbüttel künftig engmaschiger überwachen zu wollen.
Im Zuge der Ermittlungen wegen der gravierenden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und der massiven Tierquälerei räumt das Tierversuchslabor LPT seinen Standort in Mienenbüttel offenbar zügig von Tieren.
Die Soko Tierschutz bringt immer neue Details des grausamen Umgangs mit Versuchstieren im Horrorlabor des LPT in Mienenbüttel an die Öffentlichkeit.
Razzia beim LPT: Alle drei Standorte des heftig umstrittenen Unternehmens aus Neugraben werden zeitgleich von Polizei, Veterinärbehörden und Staatsanwaltschaft durchsucht.
LPT bereitet offenbar die Schließung des Standorts vor. Die Soko Tierschutz kritisiert derweil das Schweigen der Wissenschaft.
Unter den aufmerksamen Augen der Mitglieder der Mahnwache räumt die Firma LPT jetzt offenbar nach und nach all ihre Tierbestände aus dem Horrorlabor in Mienenbüttel.
Nachdem der Landkreis Harburg der Versuchsanstalt LPT die Betriebserlaubnis für ihr Labor in Mienenbüttel entzogen hat, feiern die Tierschützer den Etappensieg – und kämpfen weiter.
Drei Monate lang haben sie mit friedlichem Dauerprotest vor Ort für die Schließung des Tierversuchslabors in Mienenbüttel gekämpft. Nun feierten die Mahnwächter vor Ort das endgültige Aus.
Das dürfte das endgültige Aus sein: Dem LPT wurde mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis entzogen, an seinem Hauptsitz in Neugraben Tiere zu halten.
Der Betreiber des Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) wehrt sich mit rechtlichen Mitteln gegen die vom Landkreis Harburg verfügte Schließung seines Labors am Standort Mienenbüttel.
Auf dem Gelände des LPT in Mienenbüttel wächst an einigen Stellen nichts mehr. Die Anlage, in der mehr als 40 Jahre lang mit hochgiftigen Stoffen an Tieren experimentiert wurde, soll jetzt auf Belastungen untersucht werden.
Das Skandal-Labor des LPT in Mienenbüttel ist seit Monaten geschlossen, doch das Gelände ist noch immer gesichert wie eine militärische Anlage und wird zur Todesfalle für Tiere in der Umgebung.
Das von den Behörden geschlossene Labor für Pharmakologie und Toxikologie darf in Neugaben weiter Tierversuche durchführen. Tierschützer und Tierversuchsgegner sind fassungslos.
Rund ein dreiviertel Jahr nach Erlass eines Tierhaltungsverbots für das Tierversuchslabor LPT in Mienenbüttel will das Unternehmen den Standort aufgeben. Der potenzielle neue Eigentümer überrascht.
Das geschlossene Tierversuchslabor in Mienenbüttel will die Firma LPT zwei Tierschutzorganisationen übergeben, „die nicht gemeinsam mit Tierrechtlern gegen Forschungseinrichtungen agitieren“. Noch aber ist nichts genehmigt.
Ohne Wissen und Genehmigung der Behörden bereitet das umstrittene Tierversuchslabor LPT an seinem geschlossenen Standort Mienenbüttel die Einrichtung eines „Tierzentrums“ vor. Tierschützer und Behörden sind alarmiert.
Aus LPT wird die Provivo Biosciences GmbH & Co. KG. Die Tierversuche laufen in Hamburg und Gut Löhndorf weiter.
Der Landkreis Harburg stellt klar: Noch ist der Betrieb der unter Tierschützern umstrittenen Anlage nicht genehmigt.
Die LPT-Nachfolgefirma Provivo Biosciences hat angekündigt, ihre Labore in Neugraben und Gut Löhndorf aufzugeben. Die Tierschützer sind froh.
Die Bilder der gequälten Affen und verblutenden Hunde hatten die Menschen zu Tausenden zu Demos auf die Straße getrieben. Zwei Jahre später ist das einstige Skandal-Labor der Tierversuchsfirma LPT nicht wiederzuerkennen.
Die Tierquälereien im ehemaligen Labor der Tierversuchsfirma LPT haben ein erstes strafrechtliches Nachspiel: Das Amtsgericht Tostedt hat einen Ex-Mitarbeiter wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe verurteilt.
Auch Monate nach der Eröffnung lässt die Kritik an dem neuen Tierzentrum nicht nach. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt derweil weiter gegen das LPT.
Doch dort, wo einst Tiere gequält worden sein sollen, soll es jetzt erneut unhaltbare Zustände geben.
Pony in Apensen mit Messer attackiert
Anfang 2023 bat ein Gnadenhof in Apensen um Hilfe: Unbekannte hatten Pferde freigelassen - und eines der Ponys brutal mit einem Messer attackiert.

In einem Waldstück bei Apensen fanden die Tierschützer 2023 das geschwächte Pony. Unbekannte fügten ihm Stichverletzungen hinzu und ließen es zurück. Foto: privat
Die 29 Jahre alte „Fee“ wurde blutüberströmt und mit tiefen Stichwunden an einen Baum gefesselt von der Gnadenhof-Betreiberin gefunden.

Eine der Stichwunden, die dem Pony Fee 2023 in Apensen zugefügt wurden. Foto: privat
Die Organisation Peta und ein anonymer Spender schrieben eine Belohnung von mehr als 2000 Euro für sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter aus - vergebens. Die polizeiliche Fahndung nach dem Pferderipper blieb erfolglos.
Mehr zum traurigen Schicksal von Pony Fee lesen Sie hier:
Der neue Gnadenhof in Apensen gibt Pferden in Not ein Zuhause. Doch kurz nach dem Start folgte ein herber Schlag.
Die Messerattacke auf das Pony Fee sorgte für Schlagzeilen. Gnadenhof-Betreiberin Sandy Haarke gründet einen Verein zum Wohl der Pferde.
Die Organisation PETA schreibt jetzt eine Belohnung aus, um den Täter zu finden. Und gibt Pferdehaltern Tipps für Vorsichtsmaßnahmen.
Die Tierschützer erhöhen ihre Belohnung für Hinweise. Im Kreis Harburg werden vier Pferde auf Weiden verletzt, eine Stute stirbt.
Nach dem Angriff eines Tierquälers auf ein Pony hat der Gnadenhof in Apensen jetzt den Verein „Pferde mit Herz“ gegründet.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.