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Aufklärungsprozess

Der Landkreis Stade hat keine Hinweise auf ein Fehlverhalten amtlicher Tierärzte bei den verbotenen Schlachtungen kranker Rinder in einem Betrieb in Düdenbüttel. Das sagten Vertreter der Kreisverwaltung im Agrarausschuss des Stader Kreistages.

04.09.2019, 17:30 Uhr
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Vertreter der Kreisverwaltung hatten seit Anfang April Videos von 56 Stunden Lauflänge analysiert. Aktivisten der Organisation Soko Tierschutz hatten die Aufnahmen verdeckt angefertigt, um Tierquälereien bei Abtransport und Schlachtung der Kühe zu dokumentieren.

Zu sehen war unter anderem, wie bewegungsunfähige Tiere an Ketten auf die Transporter oder von ihnen herunter gezerrt wurden.

Solche Tiere seien gezielt immer nur dann angeliefert worden, wenn keine amtlichen Tierärzte auf dem Schlachtbetrieb zugegen waren, sagte die zuständige Dezernentin Nicole Streitz. In ihrer Vorlage für den Ausschuss sprach sie von einem "bestimmten Muster in den Arbeitsabläufen". Die Tierschützer hatten neben den Landwirten und dem Schlachthof auch die amtlich bestellten Tierärzte für die Missstände verantwortlich gemacht.

Der Schlachtbetrieb in Düdenbüttel ist seit April geschlossen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

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