Darum kreist ein Flugzeug über Wattenmeer und Elbe
Bei den Zählflügen wird aus der Luft nach den Seehunden Ausschau gehalten. (Archivbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Immer wieder im Sommer: Neue Beobachtungsflüge sollen wichtige Daten über die Entwicklung der Seehunde-Population in der Nordsee geben.
Cuxhaven. Um einen Überblick über die Population zu bekommen, sollen ab sofort wieder die Seehunde im Wattenmeer aus der Luft gezählt werden. Zehn Zählflüge seien an der niedersächsischen Wattenmeerküste bis Mitte August geplant, teilte das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mit. Für die jährliche Zählung heben Kleinflugzeuge mit Jägern, die als Seehundzähler die Erfassung unterstützen, und Wissenschaftlern ab. An der Zahl der Tiere können Experten sehen, wie sich der Bestand entwickelt und Rückschlüsse ziehen.
Die Zählungen sind Teil eines internationalen Schutzabkommens zwischen Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Zeitgleich wird in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und auch in den anderen Ländern gezählt.
Bei Niedrigwasser lassen sich die Tiere gut zählen. (Archivbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
An der niedersächsischen Küste gibt es zwei Zählabschnitte: das westliche Wattenmeer vom Dollart bis zur Insel Wangerooge sowie das Gebiet vom Jadebusen bis zur Elbe. Die Flüge dauern jeweils bis zu vier Stunden. Für die Zählungen eignet sich Niedrigwasser, weil sich die Tiere dann auf Sandbänken sammeln, etwa um sich zu sonnen.
Der Seehundbestand hat sich in den vergangenen Jahren laut Landesamt an der niedersächsischen Küste auf hohem Niveau stabilisiert. 2025 wurden zwischen Ems und Elbe 8.443 Tiere gezählt - etwas weniger als 2024. Im gesamten Wattenmeer waren es im vergangenen Sommer nach Angaben des trilateralen Wattenmeersekretariats 23.954 Seehunde.
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