Bauarbeiten

Elbtunnel für Suedlink-Stromtrasse bis Wischhafen erreicht Meilenstein

Der Tunnel verläuft zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen. (Archivbild.)

Der Tunnel verläuft zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen. (Archivbild.) Foto: Christian Charisius/dpa

Wischhafen ist erreicht - zumindest grob, denn die Unterquerung unter der Elbe ist gebohrt. Was jetzt folgt.

Von Lukas Karl Müller, dpa 23.06.2026, 15:55 Uhr

Wewelsfleth/Wischhafen. Nach nahezu eineinhalb Jahren ist der Tunnel unter der Elbe für die Stromtrasse Suedlink gebohrt. Die Tunnelbohrmaschine hat den Zielschacht in Wischhafen erreicht. Nun soll der Ausbau der 5,2 Kilometer langen Unterführung beginnen, wie der Übertragungsnetzbetreiber Tennet mitteilte. Unter anderem müssen sechs Kabel eingezogen werden.

Suedlink soll künftig über rund 700 Kilometer Gleichstrom zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands transportieren. Über die Leitung soll vor allem Strom aus Windparks im Norden zu Industriestandorten gelangen.

Die Röhre verläuft zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen im Landkreis Stade. Die Elbquerung bezeichnete Tennet als besonders anspruchsvolle Teilstrecke Suedlinks.

Wann die Inbetriebnahme geplant ist

Die Tunnelbohrmaschine arbeitete sich durch wechselnde sandige und tonige Boden- und Sedimentschichten. Besonders anspruchsvoll war dabei unter anderem der Lauenburger Ton. Unter der Schifffahrtsrinne der Elbe waren zudem Arbeiten unter erhöhtem Druck erforderlich.

Die Inbetriebnahme von Suedlink auf ganzer Länge ist bis Ende 2028 geplant. Für den südlichen Teil der Trasse ist der Netzbetreiber TransnetBW zuständig.

Nach Angaben von Tennet begannen die Bohrungen Anfang Februar 2025. Ursprünglich hatte es in einer Mitteilung des Unternehmens geheißen, dass die Bohrungen nach und nach im Dezember 2024 anlaufen sollten.

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Helmut Erb
23.06.202617:22 Uhr

Schon wieder. Wie so oft, ist auch diese Erfolgsmeldung zu Südlink mit Pech verbunden. Denn an Tagen wie heute gäbe es von der Nordsee nichts nach Süden zu transportieren. Die Windstromeinspeisung beträgt rund zwei Promille der Nennleistung. Kein Wind, kein Strom. Und die Vorhersage für morgen ist ähnlich.
Die Vernunft gebietet, diesen erneuerbaren Unfug abzubrechen. Jetzt.

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