Noch ein Badetoter: 52-Jähriger geht abends allein schwimmen
Blick auf den See im Großen Moor in Seevetal-Hörsten. (Archivbild) Foto: Landkreis Harburg/Gesundheitsamt
In Seevetal entdeck ein Schwimmer einen leblosen Körper im Wasser. Die Polizei hat jetzt erste Antworten, die DLRG mahnt - vor allem eine Zielgruppe.
Seevetal. Die Zahlen steigen immer weiter: Deutschlandweit sind nach Angaben der DLRG am vergangenen Wochenende mittlerweile mindestens 26 Schwimmer ertrunken und gestorben - ausschließlich Männer und Jungen.
Nach Leichenfunden an der Elbe oder am Stoteler See (Kreis Cuxhaven) ist am Sonntagmorgen auch ein toter Mann im See im Großen Moor in Seevetal-Hörsten geborgen worden. Ein Schwimmer hatte den leblosen Körper gegen 6 Uhr in der Früh im Wasser entdeck und den Notruf veranlasst. Das berichtet die Polizei aus dem Kreis Harburg am Mittwoch.
52-Jähriger zuletzt um 21.30 Uhr gesehen
Die Polizei beschlagnahmte den Leichnam und begann mit den Ermittlungen zur Identität und zur Todesursache.
Mittlerweile stehe fest, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen 52-jährigen Mann aus Hamburg handelt, heißt es. Dieser sei am Samstagabend allein mit einem Fahrrad an den See gefahren und dort schwimmen gegangen.
„Letztmalig wurde er dabei gegen 21.30 Uhr von anderen Besuchern des Sees gesehen“, sagt Polizeisprecher Jan Krüger.
Vermutlich erlitt der 52-Jährige laut Polizei am Abend beim Schwimmen einen Schwächeanfall, der letztlich zum Ertrinken führte.
Blaulicht
Tödlicher Badeunfall in Loxstedt
Männer überschätzen sich
Schon vor der Hitzewelle hatte die DLRG dazu aufgerufen, die Gefahren beim Baden und Schwimmen in der Hitze nicht zu unterschätzen. „Wir sehen immer wieder, dass gerade Männer ihre Fähigkeiten überschätzen und Risiken eingehen, die vermeidbar wären“, hatte DLRG-Präsidentin Ute Vogt gesagt. Im Jahr 2025 waren vier von fünf Ertrunkenen laut DLRG männlich (82 Prozent). (dpa/tip)
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