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Pipi-Pause im S-Bahntunnel: Polizeieinsatz am Harburger Bahnhof

Ein Mann wollte im S-Bahn-Tunnel in Harburg urinieren (Symbolbild).

Ein Mann wollte im S-Bahn-Tunnel in Harburg urinieren (Symbolbild). Foto: Marcus Brandt/dpa

Ein Mann verschwindet im S-Bahn-Tunnel des Harburger Bahnhofs. Als die Polizei ihn stellt, ruft er eine verfassungswidrige Parole.

Von Redaktion 14.08.2026, 12:15 Uhr
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Harburg. Aufmerksame Bahnreise am S-Bahnhof Harburg beobachteten, wie ein 73-jähriger Mann am Donnerstag (13. August) gegen 16.48 Uhr den S-Bahntunnel bei Gleis 12 betrat und informierten eine Präsenzstreife der Bundespolizei.

Videoaufnahmen bestätigten, dass der Mann sich hinter die Bahnsteigabsperrung in Richtung S-Bahntunnel begab. Dort trafen die Polizisten den Senior an. „Er gab an, dass er sich in den Bereich begeben habe, um zu urinieren“, sagt der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hamburg, Woldemar Lieder.

Plötzlich muss das LKA ermitteln

Der Mann gab sich jedoch nicht damit zufrieden, über die Gefahren im Gleisbereich belehrt zu werden. Als die Beamten die polizeiliche Maßnahme beenden wollten, rief er lautstark „Sieg Heil“. Auch die umstehenden Bahnreisende hätten den Gruß deutlich gehört, so Lieder.

Die Polizisten teilten dem 73-Jährigen mit, dass nun gegen ihn ein Strafverfahren wegen „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ eingeleitet wird. Er wollte sich anschließend nicht weiter dazu äußern und wurde vor Ort mit einem Platzverweis entlassen.

„Die weiteren Ermittlungen zu diesem Strafverfahren übernimmt zuständigkeitshalber das LKA 7 der Hamburger Landespolizei“, teilt der Polizeisprecher mit. Gegen den 73-Jährigen wurde zudem ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts „Unerlaubter Gleisaufenthalt“ eröffnet.

„Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich“

Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten!“ Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen. Oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. „Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer“, betont Lieder. (set)

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H
Heiko Kania
14.08.202611:04 Uhr

...hoffen wir, dass er nicht aus Drochtersen gebürtig ist.

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