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Blaulicht

Zeven: Zwei Personen bei Großbrand schwer verletzt

Insgesamt standen zehn Fahrzeuge in dem brennenden Caport.

Insgesamt standen zehn Fahrzeuge in dem brennenden Caport. Foto: Samtgemeindefeuerwehr Zeven

Über 200 Einsatzkräfte müssen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Feuer in Zeven bekämpfen. 19 Personen müssen vom Rettungsdienst betreut werden.

Von Redaktion 04.10.2026, 11:02 Uhr
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Zeven. In der Nacht zum Sonntag ist es im Kastanienweg in Zeven zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gekommen. „Um 1.48 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte mit dem Stichwort F2 zu einem brennenden Carport alarmiert“, berichtet Christian Müller, stellvertretender Samtgemeindepressesprecher Zeven. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung und des hohen Kräftebedarfs wurde die Alarmstufe im weiteren Einsatzverlauf erhöht.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Carport mit insgesamt zehn Stellplätzen und zehn darin abgestellten Fahrzeugen in Vollbrand. „Die Flammen hatten zu diesem Zeitpunkt auf das unmittelbar angrenzende Wohngebäude übergegriffen“, sagt Müller.

Hitze der Flammen beschädigt Autos auf anderer Straßenseite

Die enorme Hitzeentwicklung wirkte sich auch auf die gegenüberliegende Straßenseite aus. Dort wurden abgestellte Fahrzeuge durch die Wärmestrahlung beschädigt, unter anderem begannen Lack und Kunststoffteile zu schmelzen.

Die Feuerwehr leitete einen umfangreichen Löschangriff ein. „Ein Schwerpunkt lag darauf, eine weitere Ausbreitung innerhalb des Wohngebäudes zu verhindern“, sagt Müller. Durch eine Riegelstellung an der vorhandenen Brandschutzwand gelang es den Einsatzkräften, die zweite Gebäudehälfte vor den Flammen zu schützen. Diese blieb zwar vom eigentlichen Brand verschont, ist nach dem Einsatz dennoch nicht bewohnbar.

„Aufgrund der aufwendigen Löscharbeiten wurden im Verlauf der Nacht immer weitere Feuerwehren nachalarmiert“, berichtet Müller. Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus 22 Ortsfeuerwehren im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Zeven, Brauel, Brüttendorf, Heeslingen, Sassenholz, Selsingen, Wistedt, Rotenburg, Wiersdorf, Weertzen, Oldendorf, Kirchtimke, Westertimke, Badenstedt, Seedorf, Rhade, Deinstedt, Haaßel, Ober Ochtenhausen, Hetzwege, Horstedt und Groß Meckelsen.

Aus Rotenburg kam unter anderem eine weitere Drehleiter zum Einsatz. Auch Führungskräfte auf Gemeinde und Kreisebene koordinierten die umfangreichen Maßnahmen. Der Rettungsdienst war mit insgesamt 43 Kräften des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort.

Rettungskräfte müssen viele Personen versorgen

19 Personen wurden während des Einsatzes betreut. Drei Personen erlitten Verletzungen, zwei wurden schwer verletzt. Zudem wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Das DRK übernahm neben der medizinischen Betreuung auch die Versorgung der eingesetzten Kräfte. Wie die Polizeiinspektion Rotenburg mitteilt mussten insgesamt vier Personen im Krankenhaus behandelt werden.

Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren die Polizei, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, die Notfallseelsorge sowie die Stadtwerke in den Einsatz eingebunden.

Nach circa vier Stunden konnten die meisten Einsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen und die Feuerwehr Zeven verblieb für Nachlöscharbeiten. Zur Ursache des Brandes kann die Polizei derzeit keine Angaben machen, der Gesamtschaden wird auf 750.000 Euro geschätzt. (tom/pm)

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde um 13.45 Uhr mit Informationen der Polizeiinspektion Rotenburg aktualisiert.

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