Dreiste Autofahrer durchbrechen Polizei-Absperrung nach Unfall
Auf der Rosengartenstraße (K52) im Landkreis Harburg waren ein Skoda und ein Mercedes zusammengestoßen. Foto: JOTO/Archiv
Respekt für Rettungskräfte und Verletzte? Nicht wenn ein Umweg droht! In Rosengarten schlagen Autofahrer im Feierabendverkehr völlig über die Stränge.
Rosengarten. Nach dem schweren Unfall mit fünf Verletzten auf der Rosengartenstraße/Kreisstraße 52 im Landkreis Harburg am Mittwochnachmittag haben mehrere Autofahrer die Sperrmaßnahmen zur Unfallaufnahme missachtet. Das berichtet Polizeisprecher Jan Krüger am Donnerstag.
„Die Kolleginnen und Kollegen an den Sperrstellen berichteten im Anschluss von zahlreichen Verkehrsteilnehmenden, die sich über die Absperrung beschwerten, weil sie nun einen Umweg in Kauf nehmen mussten“, schreibt Krüger. Dies gipfelte darin, dass Fahrzeuge über Waldwege an die gesperrte Strecke fuhren oder bereits aufgestellte Warnbaken und Sperrbänder beiseite geräumt und druchbrochen wurden. Auch seien Autofahrer über den Gehweg in die Rosengartenstraße eingefahren, „um dann vor der Unfallstelle doch wieder wenden zu müssen“.
Krüger deutlich: „Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel und respektlos gegenüber den Einsatzkräften und den Verletzten.“ Gegen mehrere Verkehrsteilnehmer seien Platzverweise ausgesprochen und Bußgeldverfahren eingeleitet worden.
Kinder unter Verletzten
Bei dem Unfall gegen 13.50 Uhr war ein 86-jähriger Mann mit seiner Mercedes B-Klasse auf der Fahrt in Richtung Sieversen nach links in die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit dem Skoda Octavia einer 53-jährigen Frau kollidiert. Durch den Zusammenstoß überschlug sich der Mercedes und blieb quer zur Fahrtrichtung stehen. Der Skoda geriet ins Schleudern und landete im Straßengraben.
Eine 80-jährige Frau, die als Beifahrerin im Mercedes saß, wurde schwer verletzt. Die beiden Fahrer sowie zwei zwölf und 13 Jahre alte Jungen, die ebenfalls in dem Mercedes saßen, erlitten leichte Verletzungen. Alle fünf Beteiligten kamen mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser.
80.000 Euro Schaden
Ein Gutachter machte sich vor Ort ein Bild von den Unfallspuren. Die Rosengartenstraße musste für die Rettungsarbeiten, bei denen neben mehreren Rettungswagen auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz war, und die Unfallaufnahme bis 18 Uhr komplett gesperrt werden.
Die Unfallwagen seien ein Totalschaden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 80.000 Euro.
Buchholz: Unter Drogeneinfluss gefahren
In der Nacht zum Donnerstag war einer Polizeistreife in Buchholz nach 2 Uhr ein Auto in Schlangenlinien aufgefallen. Der Wagen sei mehrfach über die Fahrbahnmitte hinausgefahren. Die Beamten führten einen Drogenvortest durch. Der 36 Jahre alte Fahrer soll dabei unter der Beeinflussung von Cannabis gestanden haben. Ein Arzt entnahm ihm eine Blutprobe. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
Winsen: E-Scooter-Fahrerin verletzt
An der Hansestraße in Winsen ist es am Mittwoch zu einem Zusammenstoß zwischen einem E-Scooter und einem Auto gekommen. Gegen 13.40 Uhr wollte eine 56-jährige Frau mit ihrem Mercedes, von der Bahnhofstraße kommend, nach rechts in die Hansestraße einbiegen. Auf dem Abzweiger zur Hansestraße kollidierte der Wagen mit dem E-Scooter einer 29-jährigen Frau, die auf dem Radweg in Richtung Lüneburger Straße unterwegs war.
Die Frau stürzte und verletzte sich. Sie kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Die Unfallverursacherin blieb unverletzt. (pm/tip)
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