AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Archiv

Dämme gegen den Lärm: Die Visualisierung zeigt die geplanten sechs Meter hohen Wände, die entlang der S4-Linie in Hamburg-Wandsbek Anwohner schützen sollen. Foto: S-Bahn Hamburg

Dämme gegen den Lärm: Die Visualisierung zeigt die geplanten sechs Meter hohen Wände, die entlang der S4-Linie in Hamburg-Wandsbek Anwohner schützen sollen. Foto: S-Bahn Hamburg

An der geplanten neuen S-Bahnstrecke von Hamburg nach Ahrensburg und Bad Oldesloe (S4) ist ein ungewöhnlich massiver Lärmschutz vorgesehen.

26.01.2017, 09:05 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

"Wir beabsichtigen im ersten Planabschnitt den durchgehenden Bau von sechs Meter hohen Schutzwänden", sagte Projektleiterin Bettina Gnielinski gestern am Rande einer Bürgerinformation in Wandsbek. Diese Ausmaße seien erforderlich, um die gesetzliche "Lärmschutzfürsorge" für die Anwohner zu gewährleisten. Nach dem Ausbau der Strecke sind dort Lärmemissionen von maximal 49 Dezibel bei Nacht sowie 59 Dezibel tagsüber zulässig. 

Der Infoabend vor etwa 200 Interessierten galt dem 3,1 Kilometer langen Planabschnitt von Hamburg-Hasselbrook bis Wandsbek, der als erster gebaut und 2024 fertiggestellt sein soll. In diesem Bereich werde der Lärmschutzwall beidseitig lückenlos sein, kündigte die Projektchefin an. In einigen besonders dicht besiedelten Abschnitten seien obendrein Mittelwände vorgesehen, um Krach einzudämmen. 

Einige direkte Anrainer zeigten sich gestern negativ überrascht von der Massivität der Lärmschutzwände. "Grauenhaft", sagte eine Bürgerin erschrocken, "eine Zumutung" eine andere. Einzelne Gegner drohen mit Klagen.

Die S4 ist das wichtigste gemeinsame Personenahverkehrsprojekt von Hamburg und Schleswig-Holstein.

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.