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Stint Elbe Buxtehude Elbfischer Lothar Buckow Foto: Vasel

Stint Elbe Buxtehude Elbfischer Lothar Buckow Foto: Vasel

Seine Fangemeinde wächst. Der Stint selbst aber wird in den letzten Jahren immer knapper. Das TAGEBLATT hat nachgefragt, weshalb das einst als Arme-Leute-Essen verachtete Fischlein heute so begehrt ist und warum immer weniger Stinte in der Elbe schwimmen.

Von Anping Richter 21.02.2017, 15:03 Uhr
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Der Stint, lateinisch osmerus eperlanus, verbringt die meiste Zeit seines Lebens im Nordatlantik. „Im Oktober ziehen die Stine dann hier bei uns in die Unterelbe, um im März zu laichen“, erklärt der Elbfischer Lothar Buckow aus Jork-Wisch. Die Fischlein, die nur zehn bis 20 Zentimeter groß werden, brauchen drei bis fünf Jahre bis zur Geschlechtsreife. Mit seinem Kutter „Elise“ betreibt er Hamenfischerei, eine der umweltschonendsten Fischfangtechniken.

Der Elbfischer betreibt auch ein Fischgeschäft mit Restaurant und merkt ganz klar: „Stint ist im Alten Land schon länger ein Kultessen, aber jetzt wird es ganz klar zum Trend.“ Gleichzeitig sinken die Fangzahlen: Früher zog er 30 Tonnen Stint und mehr pro Jahr aus der Elbe, in diesem Jahr werde er froh sein, wenn er noch auf fünf Tonnen komme.

Den Rückgang der Fangzahlen führt Buckow auf mehrer Ursachen zurück: Zum einen sei mit der Zuschüttung des Mühlenberger Lochs im Rahmen der Airbus-Erweiterung eine große Flachwasserzone verloren gegangen, die die Kinderstube der Elbfische war, auch der Stinte. Dann komme es in Folge der Elbvertiefungen immer häufiger zu Sauerstofflöchern. Die Behörde für Energie und Umwelt (BUE) der Stadt Hamburg bestreitet einen Zusammenhang zwischen der zurückligenden Elbvertiefung und der Entwicklung der Stintpopulation.

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