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„Park + Ride“-Anlage in Agathenburg wird gebaut

2000 Kubikmeter Sand werden auf dem Moorgrundstück am Wiesenweg verteilt: Die Pläne für den Bau der „Park + Ride“-Anlage in Agathenburg haben Gerd Allers, Thorsten Milter, Thomas Schmidt und Gerhard Fitschen (von links). Foto Lohmann

2000 Kubikmeter Sand werden auf dem Moorgrundstück am Wiesenweg verteilt: Die Pläne für den Bau der „Park + Ride“-Anlage in Agathenburg haben Gerd Allers, Thorsten Milter, Thomas Schmidt und Gerhard Fitschen (von links). Foto Lohmann

Der Bau einer „Park + Ride“-Anlage am Agathenburger Bahnhof hat vergangene Woche begonnen. Schon in zwei Wochen könnten 31 Fahrzeuge auf der Schotterfläche parken. Gepflastert wird der Parkplatz erst in einem Jahr, wenn sich der Sand gesetzt hat.

Von Sabine Lohmann Donnerstag, 12.11.2015, 18:39 Uhr

Bei einer Baubesprechung vor Ort trafen sich Bürgermeister Gerd Allers, Thorsten Milter vom Bauamt, Thomas Schmidt vom Ingenieursbüro „Schmidt & Rietzke“ aus Bremervörde und Gerhard Fitschen von der Baufirma Jacobs. Sie informierten über den Stand des aus der Dorferneuerung erwachsenen Projektes Neugestaltung des Bahnhofsumfelds und Neubau eines beleuchteten Parkplatzes am Wiesenweg mit 31 Stellplätzen, darunter drei Behindertenparkplätze.

1,50 Meter Sand und Schotter werden auf dem Moorboden („ein schwieriger Untergrund“, so Allers) aufgeschüttet, um das Niveau des Grundstücks an das der Straße anzugleichen und ein Gefälle von nur drei Prozent für einen barrierefreien Parkplatz zu erreichen. 2000 Kubikmeter Sand müssen dafür aufgetragen werden. Schon nächste Woche soll die Schotterschicht fertig sein, übernächste Woche wird der Parkplatz für den Verkehr freigegeben. Erst wenn sich der Untergrund gesetzt hat – voraussichtlich im September 2016 –, wird die Fläche gepflastert. Ein Baum, der für die Auffahrt im Weg steht, muss noch gefällt, sechs neue Bäume gepflanzt werden. Eine mögliche Erweiterung nach hinten ist zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Eine Treppe als direkter Zugang vom neuen Parkplatz zum Bahnsteig ist noch geplant. Angesichts der Zeit, die die Bahn bei vergleichbaren Projekten – wie in Horneburg – braucht, rechnen die Planer mit mehreren Jahren.

Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind und hier Autos parken können, beginnt auf der Geestseite der Bahntrasse die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes. Gebaut werden ein Bushalteplatz mit Überdachung, eine abschließ- und mietbare Fahrradbox für 28 Fahrräder sowie ein freizugänglicher überdachter Radabstellplatz. Die alte Stellplatzüberdachung wird auf den neuen Parkplatz umgesetzt.

Gefördert wird das Projekt von der Niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), zuständig für die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs in Niedersachsen. Zuwendungsfähige Baukosten in Höhe von 304 132 Euro wurden anerkannt, davon werden 75 Prozent (höchstens jedoch 228 099 Euro) gefördert. 12,5 Prozent übernimmt der Förderfonds Hamburg/Niedersachsen. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 50 000 bis 70 000 Euro.

Wie Bürgermeister Gerd Allers mitteilte, ist ebenfalls Bewegung in die Pläne gekommen, die Mehrzweckhalle zu sanieren. Vom Bund wurde ein neues 100 Millionen Euro schweres Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ aufgelegt. Der Gemeinderat stimmte am Mittwoch dafür, sich um die Fördermittel zu bemühen. Bis 13. November muss der Förderantrag gestellt werden. Mit 1,6 Millionen Euro wird für die Erneuerung der Halle und der Außenanlage gerechnet. Wird Agathenburg ins Programm aufgenommen, würden 45 Prozent der Kosten übernommen.

So sieht der Entwurf für den „Park + Ride“-Parkplatz (grau) aus: mit 31 Stellplätzen, davon drei für Behinderte, und einer Einfahrt über den Wiesenweg (dunkelgrau, parallel zur Bahntrasse unten).

So sieht der Entwurf für den „Park + Ride“-Parkplatz (grau) aus: mit 31 Stellplätzen, davon drei für Behinderte, und einer Einfahrt über den Wiesenweg (dunkelgrau, parallel zur Bahntrasse unten).

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