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Gebührenstreit

Ryanair streicht Flugplan ab Bremen – komplett

In Bremen ist im April 2027 Schluss für Ryanair. (Symbolbild)

In Bremen ist im April 2027 Schluss für Ryanair. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Wegen hoher Gebühren und Luftverkehrsteuer zieht Ryanair Flugzeuge von deutschen Flughäfen ab. Der Bremer Senat dagegen erklärt: Man lasse sich nicht erpressen.

Von dpa 09.10.2026, 06:00 Uhr
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Bremen/Berlin. Europas größter Billigflieger Ryanair streicht sein Angebot in Deutschland zusammen. Man werde im kommenden Winterflugplan rund 700.000 Sitzplätze weniger anbieten als vor einem Jahr, kündigt das irische Unternehmen an. Das sei ein Rückgang um 10 Prozent im Vergleich zum Winter 2025/26. Gründe seien die hohen Zugangskosten über staatliche Gebühren sowie die „exorbitante“ Luftverkehrsteuer in Deutschland.

In einem weiteren Schritt streicht Ryanair den Flughafen Bremen zum Sommerflugplan 2027 komplett aus dem Programm. Betroffen seien ab April Flüge mit zusammen 500.000 Sitzplätzen, teilte die Airline mit. Auch hier machte sie hohe Kosten und Steuern verantwortlich. Der Bremer Senat erklärte, dass Ryanair verlangt habe, die Leistungen des Flughafens und die Nutzung seiner Infrastruktur nahezu kostenfrei zu erhalten.

Die Hauptlast der Kürzungen zum Winter trage wie bereits angekündigt der Flughafen Berlin-Brandenburg, den Ryanair als „erfolglosesten Flughafen Europas“ bezeichnete. Dort schließt die Airline zum 24. Oktober ihre Basis mit sieben Flugzeugen und dazugehörigen Crews. Die Jets würden an wettbewerbsfähigere Flughäfen in anderen EU-Staaten verlagert, wo die Luftverkehrsteuer abgeschafft und Gebühren gesenkt worden seien.

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Heiko Kania
09.10.202610:00 Uhr

Kristina Vogt, Bremer Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation sagt zu dem Gebaren: "Ryanair will, dass der Flughafen am Schluss noch für jeden abfliegenden Fluggast Geld mitbringen sollte. Das ist keine Preisverhandlung mehr, hier wird Marktmacht ausgespielt, und die Rechnung soll die öffentliche Hand zahlen...".

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