„Schlaganfall-Bus“ der Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ stand am Donnerstag auf dem Stader Pferdemarkt. Foto Strüning
Informationen zur Behandlung und Vermeidung eines Schlaganfalls gab es zuhauf am Donnerstag auf dem Stader Pferdemarkt. Im und am „Schlaganfall-Bus“ der Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ war gut was los.
Die beiden Ärzte vom Elbe Klinikum, Chefarzt Professor Holger Schmidt und Jörg Tebben, Facharzt für Neurologie, waren nahezu durchgehend in Gesprächen mit interessierten Gästen. Die Resonanz war gut, vor allem bei der Generation 60 plus. Der rote Oldtimer-Bus im britischen Stil war mitten auf dem Pferdemarkt unübersehbar. „Risiko senken – Lebenszeit verlängern“ steht in großen Lettern auf dem auffälligen Vehikel. Chefarzt Holger Schmidt hatte als Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfallhilfe den Bus organisiert, der vom Pharma-Konzern Boehringer Ingelheim finanziert wird. Wer es eilig hatte, konnte sich ein paar Flyer mitnehmen zur Vermeidung und Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck oder Schlaganfällen. Im Inneren des Busses stand das Ärzte-Duo für intensive, vertiefende Gespräche zur Verfügung.
Um Schlaganfälle zu vermeiden, müssen die Menschen gesund leben. Das ist nicht wirklich neu, kann aber offensichtlich nicht häufig genug wiederholt werden, wie Schmidt und Tebben auch während der Gespräche auf dem Pferdemarkt feststellten. Rauchen einstellen, ist einer der tragenden Ratschläge, um den Körper fit zu halten oder zu bekommen. Regelmäßige Bewegung je nach Alter und Fitness folgt als Nächstes, aber auch Phasen der Entspannung. Einmal am Tag den Puls auf 130 bringen, das kann schon helfen. Ein großer Baustein ist zudem die richtige Ernährung: möglichst wenig tierische Fette, stattdessen viel frisches Gemüse. Die sogenannte mediterrane Kost hilft, Risikofaktoren wie hohe Blutfett- und Zuckerwerte in den Griff zu bekommen und Übergewicht zu reduzieren. Sollte es dennoch zum Schlaganfall, zu einem Hirninfarkt kommen, gibt es nur eins: Sofort den Notruf 112 wählen. Ab jetzt zählt jede Sekunde. In der „Stroke-Unit“, der „Schlaganfall-Einheit“, am Elbe Klinikum kann den betroffenen Patienten zielgerichtet geholfen werden, um den Tod oder schwere Folgeschäden zu vermeiden.