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DLRG

Moderne Einsatzfahrzeuge für Wasserrettung und Katastrophenschutz

Die erste Ausfahrt mit der „Föhr Wied“ nach der Taufe.

Die erste Ausfahrt mit der „Föhr Wied“ nach der Taufe. Foto: DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land

Ein neues Motorrettungsboot und ein neuer Einsatzleitwagen stärken die DLRG bei Wasserrettung, Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz. Investiert wurden rund 500.000 Euro.

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Von Sabine Lohmann
07.09.2026, 08:50 Uhr
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Horneburg/Altes Land. Die DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land hat ihren neuen Einsatzleitwagen 1 sowie das neue Motorrettungsboot „Föhr Wied“ offiziell in Dienst gestellt. Rund 150 Gäste aus Hilfsorganisationen, Politik, Verwaltung sowie aus dem Kreis der Förderer, Unterstützer und Mitglieder nahmen am Festakt im Gewerbepark Grünendeich teil.

Nach einigen Grußworten wurde der neue Einsatzleitwagen offiziell übergeben. Die Altländer Blütenkönigin taufte das neue Motorrettungsboot auf den Namen „Föhr Wied“. Am Steg sprach Pfarrer Uwe Junge Segensworte. Die erste Ausfahrt der „Föhr Wied“ nach der Taufe wurde von weiteren DLRG-Booten aus Buxtehude, Stade und Wedel begleitet.

Bei einem Festakt im Gewerbepark Grünendeich wurden der neue Einsatzleitwagen 1 und das neue Motorrettungsboot „Föhr Wied“ offiziell übergeben.

Bei einem Festakt im Gewerbepark Grünendeich wurden der neue Einsatzleitwagen 1 und das neue Motorrettungsboot „Föhr Wied“ offiziell übergeben. Foto: DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land

Für die Ortsgruppe markiert die gleichzeitige Indienststellung der beiden Einsatzmittel einen wichtigen Meilenstein. Mit dem neuen Motorrettungsboot und dem Einsatzleitwagen 1 mit integrierter Drohnenkomponente erweitert die DLRG ihre Leistungsfähigkeit bei Notfällen am und im Wasser und bei Großschadenslagen im Rahmen des Katastrophenschutzes.

„Wir sind sehr dankbar für die breite Unterstützung aus Politik und Verwaltung, aber auch für die Hilfe vieler privater Spender, Förderer und Sponsoren. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre die Umsetzung beider Projekte nicht möglich gewesen“, sagte Rainer Bohmbach, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land.

Der stellvertretende Vorsitzende Robert Rink zeichnete die Entwicklung der motorisierten Wasserrettung in der Ortsgruppe nach. Diese begann 1985 mit der ersten „Föhr Wied“. Über verschiedene Bootsgenerationen entwickelte die Ortsgruppe ihre Fähigkeiten auf der Elbe und den angrenzenden Gewässern kontinuierlich weiter. Das neue Boot sei sowohl technisch als auch für die Besatzungen ein erheblicher Fortschritt.

Das neue Motorrettungsboot „Föhr Wied“

Die neue „Föhr Wied“ verfügt über zwei Motoren mit zusammen 600 PS und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 45 Knoten. Der überdachte und beheizbare Fahrerstand verbessert die Arbeitsbedingungen der Einsatzkräfte bei längeren Einsätzen und ungünstiger Witterung.

Eine wesentliche Neuerung ist die Möglichkeit, verletzte oder gerettete Personen auf einer Krankentrage liegend und geschützt zu transportieren. Zur technischen Ausstattung gehören außerdem Radar, moderne Navigationssysteme, Sonar sowie eine 360-Grad-Kamera mit Wärmebildfunktion. Dadurch können Personen und Gegenstände auf oder im Wasser besser erkannt und Einsatzlagen auch bei eingeschränkter Sicht zuverlässiger beurteilt werden.

Das neue Motorrettungsboot ersetzt ein rund 30 Jahre altes Einsatzboot und erweitert die Möglichkeiten der Ortsgruppe bei Wasserrettungseinsätzen.

Der neue Einsatzleitwagen 1

Der neue Einsatzleitwagen 1 mit integrierter Drohnenkomponente ersetzt den bisherigen ELW und dient künftig als mobiles Arbeits- und Lagezentrum für die Fernerkundung. Im Fahrzeug können Bild- und Aufklärungsergebnisse der eingesetzten Drohnen zusammengeführt, ausgewertet und für die Einsatzführung aufbereitet werden. Gleichzeitig ermöglicht der ELW eine bessere Vernetzung mit weiteren Organisationen, Führungsstellen und Aufklärungseinheiten an der Einsatzstelle.

Das Fahrzeug kann nicht nur bei klassischen Wassernotlagen genutzt werden. Mögliche Einsatzbereiche sind unter anderem die Lageerkundung bei ausgedehnten Wald- und Vegetationsbränden, die Unterstützung bei Personensuchen sowie die Schadensbewertung bei Hochwasserlagen. Bei großflächigen oder schwer zugänglichen Einsatzstellen können Luftbilder wichtige Informationen liefern, Suchgebiete eingrenzen und der Einsatzleitung einen schnellen Überblick ermöglichen.

Der neue ELW erweitert damit nicht nur die Fähigkeiten der DLRG-Ortsgruppe, sondern stärkt zugleich die organisationsübergreifende Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz im gesamten Landkreis Stade.

Eine halbe Million Euro für die Einsatzfahrzeuge

Landrat Kai Seefried hob in seinem Grußwort die gemeinsame Finanzierung hervor. Für die neuen Einsatzfahrzeuge wurden rund 500.000 Euro investiert. Davon stammen rund 200.000 Euro vom Landkreis Stade und weitere 90.000 Euro aus Fördermitteln des Landes Niedersachsen.

An der Umsetzung der beiden Projekte beteiligten sich auch unter anderem die Samtgemeinde Lühe, die Gemeinde Jork, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die Kreissparkasse Stade, die Sparkasse Stade-Altes Land, der Lions Club „Das Alte Land“ sowie zahlreiche weitere Förderer, Spender und Sponsoren.

Einen wesentlichen Anteil brachte die DLRG Horneburg/Altes Land selbst durch Eigenmittel und Zuschüsse von Bundes- und Landesverband der DLRG auf. (sal)

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