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Verkehr

„Mia, ich will zum Hauptbahnhof“: HVV plant KI für Tickets und mehr

Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds hvv, zeigt auf einem Pressetermin auf der Mobilitätsmesse „UITP-Summit“ auf einen Bildschirm, der KI-gestützt Fragen von Fahrgästen beantworten soll.

Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds hvv, zeigt auf einem Pressetermin auf der Mobilitätsmesse „UITP-Summit“ auf einen Bildschirm, der KI-gestützt Fragen von Fahrgästen beantworten soll. Foto: David Hammersen/dpa

Ein Ziel nennen, den Rest Mia überlassen: Der HVV-Sprachassistent soll Tickets kaufen und Fahrten in Echtzeit begleiten. Was Fahrgäste bei Störungen erwarten können.

Von dpa 07.11.2026, 15:14 Uhr
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Hamburg. Fahrgäste des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) sollen künftig über einen digitalen Sprachassistenten ihre Fahrkarten kaufen können, sich Verbindungen heraussuchen und ihre Fahrten in Echtzeit begleiten lassen. Das System „Mobile Intelligente Assistenz“, kurz „Mia“, soll bei Störungen auch Alternativen anbieten und etwa ein Taxi oder einen On-Demand-Dienst organisieren, wie HVV-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt in einem Interview der „Welt am Sonntag Hamburg“ sagte.

Mia soll wie Siri oder Alexa funktionieren

Sie verglich das System mit Sprachassistenten wie Siri oder Alexa. Fahrgäste sollten lediglich mitteilen müssen, wohin sie reisen wollten. „Ich sage Mia einfach, was ich vorhabe. Sie teilt mir mit, wann ich losmuss, sucht die Verbindung heraus, besorgt das passende Ticket und begleitet mich in Echtzeit ans Ziel.“

Es gebe bereits eine erste funktionsfähige Version. Derzeit könne Mia in etwa 50 Sprachen antworten, perspektivisch seien 146 Sprachen und Gebärdensprache vorgesehen. Offiziell vorgestellt werden soll Mia 3.0, die es auch in einer mobilen Version geben soll, beim Weltkongress des internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen UITP im kommenden Sommer in Hamburg.

Korbutt will Tarifsystem deutlich vereinfachen

Gleichzeitig wolle der HVV gemeinsam mit dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein NAH.SH das Tarifsystem deutlich vereinfachen. „Wir werden im kommenden Jahr viel Komplexität aus dem Tarifsystem herausnehmen“, sagte Korbutt. Bei den Zeitkarten seien die möglichen Tarifvarianten im Zuge des Deutschlandtickets bereits von mehr als 100 auf drei reduziert worden. „Der Bartarif muss diesem Beispiel folgen“, sagte Korbutt. Aktuell gebe es in diesem Bereich noch mehr als 80 verschiedene Produkte.

„Eigentlich soll sich der Fahrgast künftig mit dem Tarif gar nicht mehr beschäftigen müssen“, sagte die HVV-Chefin. Das System solle prüfen, ob bereits ein Deutschlandticket vorhanden sei, und andernfalls die passende Fahrkarte anbieten.

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