Tödlicher Unfall: Auto stürzt in Berlin auf S-Bahn-Gleise
Ein Pkw liegt bei der Bornholmer Brücke im Gleisbett, während Mitarbeiter des THWs und der Bahn daneben stehen. Foto: Annette Riedl/dpa
Auf der vielbefahrenen Bösebrücke im Berliner Norden verliert ein Mann die Kontrolle über sein Auto – mit schlimmen Folgen.
Berlin. Bei einem tödlichen Unfall im Berliner Norden ist ein Auto von einer Brücke ins Gleisbett des S-Bahnhofs Bornholmer Straße gestürzt. Der Fahrer starb trotz Wiederbelebungsversuchen der Rettungskräfte noch vor Ort, wie die Polizei auf der Plattform X mitteilte.
Das Auto war in der Nacht über das Geländer der bekannten Bösebrücke zwischen den Stadtteilen Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg hinausgeschossen und auf die darunterliegenden Gleise gefallen. Zuvor hatte der Fahrer aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über den Wagen verloren. In der Folge prallte das Auto gegen zwei Poller und den Fahrbahnrand – und wurde dann über das Brückengeländer geschleudert.
Der Mann war nach Angaben der Feuerwehr in dem Fahrzeug eingeschlossen und musste befreit werden. Mehr als 30 Feuerwehrleute waren nach den Angaben vor Ort. Weitere Angaben zur Identität des Mannes machte ein Polizeisprecher zunächst nicht.
Sperrung an Bornholmer Straße
Die Bornholmer Straße wurde nach dem Unfall zwischen Jülicher Straße und Malmöer Straße gesperrt. Der S-Bahn- und Straßenbahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke unter- und oberhalb der Brücke war bis zum Morgen unterbrochen.
Die Behinderungen dauerten am Tag wegen der Bergungsarbeiten an und betrafen Straßenbahnen sowie den S-Bahn-Verkehr. Die Züge der Linien S2, S8 und S85 hielten in beide Richtungen nicht an der Haltestelle Bornholmer Straße. Die Linie S26 fuhr nicht. Zwischen Gesundbrunnen und Wollankstraße besteht Ersatzverkehr mit Bussen, wie die S-Bahn mitteilte.
Polizisten sicherten bis zum Morgen an der Unfallstelle Spuren, um zu klären, wieso es zu dem Unfall kam. Wie lange die Bergungsarbeiten andauern, war zunächst unklar.
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