Was eine Stunde Arbeit kostet
Blick auf die Frankfurter Skyline: In Hessen sind die Arbeitskosten besonders hoch. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Ob Gastronomie, Luftfahrt oder Finanzwirtschaft: Die Kosten für eine Arbeitsstunde unterscheiden sich stark. Welche Regionen besonders weit auseinanderliegen.
Wiesbaden. Bei den Arbeitskosten bestehen in Deutschland weiterhin große regionale Unterschiede. So kostete im Jahr 2024 eine Arbeitsstunde in Mecklenburg-Vorpommern mit 36,40 Euro durchschnittlich 13 Euro weniger als in Hamburg (49,41 Euro), wie das Statistische Bundesamt berichtet. Berücksichtigt sind darin sämtliche Kosten, die Arbeitgeber zahlen müssen, wie der Bruttolohn, Sozialbeiträge und Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung.
Die großen regionalen Unterschiede erklären sich zum Teil aus dem unterschiedlichen Branchenmix der Länder. In den Tourismusregionen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (39,95 Euro) spielen die Wirtschaftsbereiche Gastronomie und Beherbergung eine größere Rolle. Sie liegen mit durchschnittlichen Arbeitskosten von 25,73 Euro und 26,68 Euro pro Stunde am unteren Ende der Kostenskala.
Welche Arbeit am teuersten ist
Besonders teuer ist die Arbeitsstunde in der Tabakverarbeitung (75,82 Euro) und bei der Personenbeförderung in der Luftfahrt (83,78 Euro). Hier spiegeln sich die hohen Pilotengehälter, die Hessen mit dem Frankfurter Flughafen im Bundesvergleich zum Land mit den zweithöchsten Arbeitskosten (47,83 Euro) machen. Auch in der Finanz- und Versicherungswirtschaft fallen mit 62,31 Euro weit überdurchschnittliche Arbeitskosten an.
Im Bundesdurchschnitt kostete eine Arbeitsstunde 44,32 Euro. Ähnlich geringe Arbeitskosten wie an der Küste zahlen die Arbeitgeber in sämtlichen ostdeutschen Flächenländern. Eine mittlere Gruppe bilden die Länder Saarland, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Länder mit den höchsten Arbeitskosten waren Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und die Stadtstaaten, einschließlich Berlin. Jüngere Zahlen stehen nach Angaben des Bundesamtes nicht zur Verfügung.