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Blaulicht

Einsatzkräfte bringen den schwer verletzten Ottenbecker auf dem VfL-Sportplatz zum Rettungshubschrauber Christoph Weser. Foto: Beneke

Einsatzkräfte bringen den schwer verletzten Ottenbecker auf dem VfL-Sportplatz zum Rettungshubschrauber Christoph Weser. Foto: Beneke

Ein 62-jähriger Mann aus Stade-Ottenbeck hat am Sonnabend offenbar beim Grillen ein Feuer entfacht und sich selbst dabei schwerste Verbrennungen zugezogen. Mit dem Rettungshubschrauber Christoph Weser kam er in eine Hamburger Spezialklinik.

15.08.2020, 21:05 Uhr
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Die Feuerwehrleute setzen Schaum ein, um den Brand zu ersticken. Foto: Krzywdzinski

Die Feuerwehrleute setzen Schaum ein, um den Brand zu ersticken. Foto: Krzywdzinski

Um 17.50 Uhr gab die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle den Alarm. Ein Holzhaufen an einem Wohnhaus am Wilhelm-Milius-Weg in Stade-Ottenbeck stand in Flammen. Der Zug II der Stader Schwerpunktfeuerwehr rückte mit 25 Freiwilligen aus. Unter schwerem Atemschutz gingen die Einsatzkräfte vor. Sie hatten den Brand mit Wasser und Schaum schnell unter Kontrolle, konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern. So blieb der Sachschaden gering.

Weniger Glück hatte der 62-jährige Bewohner. Er hatte offenbar mit einer brennbaren Flüssigkeit an einem Grill hantiert und dabei den Brand entfacht, sagte der stellvertretende Stader Stadtbrandmeister Wilfried Sprekels. Eine Stichflamme habe den Holzhaufen in Brand gesetzt und auch den Mann getroffen. Er erlitt schwerste Verbrennungen. Notfallsanitäter des Rettungsdienstes der Johanniter-Unfallhilfe und ein Notarzt des Stader Elbe Klinikums kümmerten sich um den Ottenbecker.

Rettungshubschrauber flog Unfallopfer in Spezialklinik

Er schwebte in Lebensgefahr. Der Notarzt entschied, dass der Mann auf Grund der Schwere der Verletzungen in eine Hamburger Spezialklinik gebracht werden sollte, die Betten eigens für Brandverletzte vorhält. Die Wahl fiel auf das Unfallkrankenhaus in Hamburg-Boberg. Für den Transport forderte die Leitstelle den Rettungshubschrauber Christoph Weser der DRF Luftrettung an. 20 Minuten benötigte er für den Flug von Bremen nach Stade.

Feuerwehrleute und Beamte des Einsatz- und Streifendienstes der Stader Polizeiinspektion sicherten kurzerhand den Sportplatz des VfL Stade am Ottenbecker Damm ab. Dort ging der Rettungshubschrauber zu Boden.

Der Rettungshubschrauber landet auf dem Sportplatz. Foto: Beneke

Der Rettungshubschrauber landet auf dem Sportplatz. Foto: Beneke

Feuerwehr mahnt zur Vorsicht

Im Rettungswagen brachten die Johanniter-Notfallsanitäter den Schwerverletzten zum Hubschrauber. Die Besatzung übernahm den Patienten, unterstützt von den Stader Feuerwehrleuten, und brachte ihn am Abend nach Hamburg-Boberg. Flugzeit: zwölf Minuten.

Die Einsatzkräfte warnten eindringlich vor einem leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer: „Es gilt, gravierende Vorsicht beim Grillen walten zu lassen“, sagte Sprekels. Niemals sollte versucht werden, mit brennbaren Flüssigkeiten die glimmende Kohle neu anzuheizen. Die Gefahr einer Stichflamme sei immens.

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