AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Unfall

Viele Tote nach Autobahn-Einsturz in China

Ein Teil der Fahrbahn stürzte den Hang hinab.

Ein Teil der Fahrbahn stürzte den Hang hinab. Foto: Xinhua News Agency/dpa

Nach dem schweren Autobahn-Unglück in der Provinz Guangdong laufen die Bergungsarbeiten. Vermutlich wird die Zahl der Opfer noch zunehmen.

Von dpa 01.05.2024, 07:40 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Peking. Nach dem Einsturz einer Fahrbahn auf einer Autobahn in Südchina ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 48 gestiegen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Zahl der bestätigten Opfer dürfte weiter zunehmen: So sei die DNA von drei Personen noch nicht identifiziert worden. 

Bei dem Unglück in der Provinz Guangdong war die Fahrbahn in der Nacht zum Mittwoch in der Dunkelheit auf einer Länge von rund 18 Metern einen Hang hinuntergestürzt. Mindestens 23 Fahrzeuge stürzten ab. 30 Menschen wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. 

Möglicherweise hatten die starken Regenfälle der vergangenen Tage die Straße unterspült. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht zweifelsfrei geklärt.

Verschüttet und ausgebrannt

In einer am Donnerstag im Internet übertragenen Pressekonferenz der örtlichen Behörden war von „komplexen“ Verhältnissen an der Unfallstelle die Rede. Viele Fahrzeuge seien unter zum Teil großen Erdmassen begraben worden.

Auch seien Autos ausgebrannt. Wegen starker Regenfälle sei der Boden an der Unfallstelle sehr weich, sodass es für große Bergungsgeräte schwierig sei, in den Kernbereich vorzudringen. Die Arbeiten mit Hunderten von Helfern dauerten an. Auf Luftaufnahmen waren Bagger zu sehen, die Erde an der Unfallstelle abtrugen. 

Chinas Präsident Xi Jinping habe nach dem Erdrutsch „wichtige Anweisungen“ für die Rettungs- und Katastrophenhilfe gegeben, berichtete Xinhua. Es müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um die Menschen zu retten. Außerdem ordnete Xi an, Überwachung und Frühwarnung zu verstärken und Notfallpläne zu verbessern.

Die Provinz Guangdong ist zwar starke Regenfälle gewohnt, doch sind diese derzeit ungewöhnlich heftig ausgefallen. Viele Ströme im Perlflussdelta schwollen bedrohlich an.

Unfall
Feuerwehrleute an der Unfallstelle.

Feuerwehrleute an der Unfallstelle. Foto: --/XinHua/dpa

Rettungskräfte an der Unfallstelle.

Rettungskräfte an der Unfallstelle. Foto: ---/XinHua/dpa

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Hackerangriff auf E-Mail-Konten der AfD

Im Netz brüsten sich Unbekannte, rund 421.000 AfD-E-Mails veröffentlicht zu haben. Ob die Dateien echt sind, ist unklar. Die AfD bestätigt aber einen Hackerangriff.

Alles wie früher: Die Tasse Espresso zu 70 Cent

Der gleiche Preis wie vor 25 Jahren: Für alle, die in Deutschland jeden Morgen ihr Geld im Coffeeshop lassen, ein Traum. In Italien hält dies ein älteres Ehepaar für seine Kunden durch. Wie geht das?