2,1 Tonnen Kokain auf Jacht sichergestellt
Der spanische Zoll hat auf einem polnischen Segelboot 2,1 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Foto: Adrián Irago/EUROPA PRESS/dpa
Eine Jacht unter polnischer Flagge gerät vor der Küste Spaniens ins Visier der Behörden. Was die Ermittler über die Kokain-Schmuggelroute und die internationale Zusammenarbeit berichten.
Vigo. Die spanischen Behörden haben rund 650 Kilometer vor der Küste Galiciens im Nordwesten des Landes eine Segeljacht mit 2,1 Tonnen Kokain an Bord aufgebracht. Die vier Besatzungsmitglieder aus Argentinien, Uruguay, Kolumbien und Albanien seien festgenommen worden sowie ein Mitglied der Bande in Girona, teilte die spanische Steuer- und Zollbehörde AEAT mit. Die Jacht wurde in den Hafen von Vigo geschleppt.
Die 14 Meter lange Jacht unter der Flagge Polens sei den Behörden schon seit längerem als verdächtig aufgefallen. Seit sie im Juli aus dem Hafen der Ortschaft Roses an der spanischen Mittelmeerküste in der Nähe der Grenze zu Frankreich auslief, wurde sie beschattet, wie die AEAT weiter mitteilte.
Alles weise darauf hin, dass es sich um eine kriminelle Gruppe handele, die sich auf den Drogenschmuggel mit Segelbooten spezialisiert und ihre Dienste kriminellen Organisationen in Osteuropa und auf dem Balkan angeboten habe, betonte die spanische Zollbehörde. An der erfolgreichen Beschlagnahme seien auch der französische Zoll, die polnische und britische Polizei sowie die amerikanische Antidrogenbehörde DEA beteiligt gewesen.
Woher die Drogen stammten und wann und wo sie auf die Jacht gebracht wurden, teilte die AEAT zunächst nicht mit. Die Behörde bezeichnete die Operation lediglich als Teil des Kampfes gegen den Drogenhandel auf der sogenannten „Kokainroute über den Atlantik“. Diese ist demnach dafür bekannt, dass dabei Segelboote aus Südamerika genutzt werden, die die Drogen mitten im Atlantik umladen, um sie anschließend möglichst unauffällig nach Europa zu schmuggeln.
Die vier Besatzungsmitglieder der Segeljacht mit 2,1 Tonnen Kokain an Bord wurden festgenommen. Es handelt sich um je einen Argentinier, einen Uruguayer, einen Kolumbianer und einen Albaner. Foto: Adrián Irago/EUROPA PRESS/dpa
Das Kokain war nach Einschätzung der spanischen Behörden für Osteuropa und den Balkan bestimmt. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa