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Fake News

Anschlag auf Carsten Maschmeyer? – Artikel geht um

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer gehört unter anderem zu den Juroren der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“.

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer gehört unter anderem zu den Juroren der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“. Foto: Henning Kaiser/dpa

Diesmal wird eine drastische Geschichte um einen bekannten Investor fingiert. Das eigentlich Ziel aber ist ein anderes.

Von Redaktion 29.09.2026, 09:24 Uhr
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Der deutsche Unternehmer und Investor Carsten Maschmeyer sei Opfer eines Anschlags geworden, behauptet ein Artikel mit dem Logo der ARD-Nachrichtensendung „Tagesschau“. Darin heißt es, eine „gepanzerte Limousine, in der Carsten Maschmeyer unterwegs war“, sei auf dem Kurfürstendamm in Berlin von einem Motorrad aus mit einer automatischen Waffe beschossen worden. Auch eine angebliche Stellungnahme von Maschmeyer aus dem Krankenhaus wird erwähnt, laut derer sich der Unternehmer sicher sei, es gehe dabei um eine Investmentplattform namens „Venezia Prime GPT“. Stimmt das alles?

Gefälschter Artikel erfindet Anschlag auf Carsten Maschmeyer

Das ist falsch. Der Artikel stammt nicht von der „Tagesschau“, er ist komplett gefälscht, seine Inhalte sind frei erfunden. Er dient als Werbung für eine unseriöse Investmentplattform.

Ein Blick in die URL, die auf der Plattform X verbreitet wird, entlarvt den angeblichen „Tagesschau“-Artikel schnell als Fälschung. Die Adresse beginnt mit „sergeantsinister.com/(...)“. Die echte Website der „Tagesschau“ ist hingegen unter „www.tagesschau.de“ zu erreichen. Dort existiert kein Artikel mit der Überschrift.

Ungewöhnlich ist, dass sich auch sonst keinerlei Berichte von seriösen Medien über den vermeintlichen Anschlag in Berlin finden lassen. Denn ein Bild in dem Artikel soll Maschmeyer mit einem Kopfverband beim Verlassen der Berliner Charité im Gespräch mit Journalisten zeigen. Doch stattdessen führt eine Suche nach Stichworten zu einem zweiten gefälschten „Tagesschau“-Artikel.

Aufbau, Text und Inhalt sind beim zweiten Fake-Artikel nahezu identisch. Der deutlichste Unterschied: Nun heißt die Finanzplattform, die Maschmeyer als Hintergrund für den Anschlag genannt haben soll, „BitMeridian AI“ statt „Venezia Prime GPT“.

Was es mit den gefälschten Artikeln wirklich auf sich hat

Das hat einen Grund: Die beiden Artikel sind Fälschungen und dienen lediglich als Werbung für die erwähnten Finanzplattformen. Bereits ab der Mindesteinzahlung von 250 Euro sollen sich damit große Gewinne erzielen lassen. Leserinnen und Leser sollen sich für diese Plattformen registrieren, etwa mit Name, E-Mail und Telefonnummer.

An dieser Stelle ist Vorsicht geboten: Verbraucherschützer und die Polizei warnen dringend davor, bei unseriösen Internetseiten und Angeboten, Gewinnspielen oder Trading-Angeboten die eigene E-Mail-Adresse oder sonstige persönliche Daten weiterzugeben, auch weil diese Daten verkauft werden könnten.

Die Inhalte der gefälschten Artikel wurden frei erfunden. Einige Bilder, die in den Fake-Artikeln zu sehen sind, wurden mit Künstlicher Intelligenz erstellt. Darunter ist das Motiv, das Maschmeyer mit einem Kopfverband beim Verlassen der Charité zeigen soll.

Auch ein erfundener Dialog zwischen der ARD-Moderatorin Sandra Maischberger und Carsten Maschmeyer wird in den Fake-Artikeln zusammen mit Fotos aus einer Sendung wiedergegeben. Die Bilder stammen jedoch von einem Gespräch aus der „Maischberger“-Ausgabe vom 4. März 2026. Von den Plattformen war in dem Gespräch keine Rede. (dpa)

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