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Todesfall

„Star Trek“-Schauspieler Walter Koenig ist tot

Der US-Schauspieler Walter Koenig ist tot. (Archivbild)

Der US-Schauspieler Walter Koenig ist tot. (Archivbild) Foto: Richard Shotwell/Invision/AP/dpa

Als russisches Crew-Mitglied Pavel Chekov an Bord der „Raumschiff Enterprise“ wurde Walter Koenig berühmt. Jetzt ist der US-Schauspieler im Alter von 90 Jahren gestorben - und die Trauer groß.

Von Christina Horsten, dpa 26.10.2026, 18:20 Uhr
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Los Angeles. Der aus der Kultserie „Raumschiff Enterprise“ bekannte US-Schauspieler Walter Koenig ist tot. Er sei im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in Los Angeles im Beisein seiner Tochter und Nichte gestorben, berichteten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf sein Management.

„Sein Talent, menschliche Wärme und unvergesslichen schauspielerischen Leistungen haben einen bleibenden Eindruck auf Generationen von Fans auf der ganzen Welt hinterlassen“, hieß es in einer Mitteilung des Managements. Koenig habe seine Fans mit „Optimismus, Humor und Abenteuergeist“ inspiriert. Der Schauspieler sei ein „Autor, Lehrer, aufmerksamer Mann und loyaler Freund“ gewesen, schrieb sein „Enterprise“-Kollege George Takei bei Instagram. 

Durchbruch mit „Raumschiff Enterprise“

Koenig wurde 1936 in Chicago geboren, zog dann nach New York um und studierte später in Iowa und Kalifornien studiert. Anschließend besuchte er eine Schauspielschule und bekam bald erste Rollen. Den Durchbruch schaffte er in den 1960er Jahren, als er in der Serie „Raumschiff Enterprise“ den arroganten russischen Navigator Pavel Chekov spielte. 

Dabei habe er die Serie, die Kultstatus erreicht hat, gar nicht ernst genommen, bevor er selbst dazugestoßen sei, erzählte Koenig einmal in einem Interview. „Ich habe durch die Kanäle gezapt und Styropor-Steine gesehen - sie waren so offensichtlich aus Styropor - und habe gesagt: „Das muss doch gefälscht sein.“ Ich habe dem Ganzen gar keine Chance gegeben.“ 

Pavel Chekov gehörte zu den Lieblings-Charakteren

Jede Folge der Serie, die nach drei Staffeln und 79 Folgen eingestellt wurde, begann mit den Worten: „Der Weltraum, unendliche Weiten. ... Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“ Die Serie spielt im 23. Jahrhundert: Die Menschheit hat darin den Dritten Weltkrieg hinter sich gelassen und sich in friedlicher Koexistenz mit anderen außerirdischen Lebensformen zusammengeschlossen. 

Mit an Bord der „Enterprise“ waren unter anderem Captain James T. Kirk (William Shatner), Offizier Mr. Spock (Leonard Nimoy), Schiffsarzt Dr. Leonard „Pille“ McCoy (DeForest Kelley), Chef-Ingenieur Montgomery „Scotty“ Scott (James Doohan), Steuermann Lieutenant Hikaru Sulu (George Takei) und Kommunikationsoffizier Lieutenant Nyota Uhura (Nichelle Nichols). 

Chekov gehörte zu den Lieblings-Charakteren der „Enterprise“ und Koenig bekam nach eigener Aussage sehr viel Fanpost aus der ganzen Welt. In einer Film-Neuauflage 2009 wurde die Rolle des Pavel Chekov mit dem Schauspieler Anton Yelchin besetzt, der 2016 im Alter von nur 27 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam, was weltweit zu Schock und Trauer führte. 

Mit Stern auf dem Walk of Fame ausgezeichnet

Koenig selbst spielte später auch in zahlreichen „Star Trek“-Filmen mit sowie unter anderem in der Serie „Babylon 5“. Er arbeitete auch als Regisseur und Drehbuchautor. Der Schauspieler wurde unter anderem mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood ausgezeichnet. 

1965 heiratete Koenig die Schauspielerin Judy Levitt, die 2022 starb. Das Paar hatte einen Sohn und eine Tochter. Sohn Andrew Koenig war ebenfalls Schauspieler und hatte unter anderem eine Rolle in der TV-Sitcom „Unser lautes Heim“ (1985-1992). 2010 wurde Andrew Koenig tot in einem Park in der kanadischen Metropole Vancouver gefunden.

Die „Star Trek“-Gemeinschaft habe ihm immer sehr am Herzen gelegen, sagte Walter Koenig einmal in einem Interview. „Es waren nicht einfach nur, was man traditionell Nerds nennen würde. Es waren Menschen, die einen Sinn für Menschlichkeit und Gerechtigkeit hatten. Menschen, die Fantasie hatten und Monster mochten. Es war eine viel größere Gruppe als anfangs gedacht.“

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