Eigentor und Platzverweis: Holstein Kiel weiter ohne Sieg
Der Kieler Phil Harres bejubelt seinen Elfmeter-Treffer zum 1:0. Foto: Philipp Szyza/dpa
Kiel führt, verliert aber durch ein Eigentor sowie einen Platzverweis den Faden und spielt nur 1:1. Wie die „Störche“ das 100. Duell gegen den VfL Osnabrück sogar fast noch verlieren.
Kiel. Holstein Kiel bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga weiter sieglos. Im Nordduell mit dem VfL Osnabrück kamen die „Störche“ vor den 11.700 Zuschauern im ausverkauften Heimstadion nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.
Phil Harres hatte Kiel per Foulelfmeter (45. Minute +2) in Führung gebracht. Der Ausgleich der Gäste resultierte durch ein Eigentor von Hiroki Sekine (72.). Nach der Gelb-Roten Karte gegen David Zec (75.) musste Holstein die Partie in Unterzahl beenden.
Holstein wird erst spät gefährlich
Die Gastgeber bemühten sich im 100. Spiel zwischen den beiden Clubs um Spielkontrolle. Aus dem deutlich größeren Ballbesitz ergaben sich aber keine nennenswerten Gelegenheiten. Die ersten größeren Möglichkeiten hatte dann in der 13. und der 31. Minute der VfL bei den Abschlüssen von Robin Meißner.
Holstein meldete sich erst an, als der Schuss von Adrian Kapralik an die Latte krachte (37.). Kiel übernahm nun das Kommando. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte holte Osnabrücks Torhüter Jonas Krumrey den Kieler Startelf-Debütanten Gyan de Regt von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Harres sicher.
Einmal mehr schaffte es Kiel dann aber nicht, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Erst lenkte Sekine die Hereingabe von Jonathan Gomez ins eigene Netz, dann flog Zec nach einem taktischen Foul an Meißner vom Platz.
Auch eine Niederlage war möglich, aber der eingewechselte Daniel Kofi Kyereh köpfte neben das Holstein-Tor (81.). So blieb das Saisondebüt von Steven Skrzybski, der in der 69. Minute für de Regt eingewechselt wurde, das wohl positivste Ereignis eines gebrauchten Kieler Tages.

Kiels Trainer Tim Walter gestikuliert am Spielfeldrand. Foto: Philipp Szyza/dpa

Leon Parduzi (l, Holstein Kiel) und Jannik Müller (VfL Osnabrück) kämpfen um den Ball. Foto: Philipp Szyza/dpa

VfL-Trainer Timo Schultz reagiert am Spielfeldrand. Foto: Philipp Szyza/dpa