AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Unglück in Kanada

Feuerinferno auf Militärbasis: 19 Verletzte in Lebensgefahr

Vier Menschen sind bei dem Brand ums Leben gekommen.

Vier Menschen sind bei dem Brand ums Leben gekommen. Foto: John Ulan/The Canadian Press/AP/dpa

Auf einem Militärstützpunkt in der kanadischen Provinz Alberta kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall. Ein Feuer im Grasland greift schnell um sich, vier Menschen sterben, Dutzende werden verletzt.

Von dpa 19.10.2026, 01:40 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Ottawa. Ein schnell um sich greifendes Feuer auf dem Militärstützpunkt Wainwright in Kanada hat vier Menschen getötet und mindestens 19 lebensgefährlich verletzt. Insgesamt wurden 39 Personen mit teils schweren Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht, wie die Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in einer Pressekonferenz bekanntgab.

Ein Feuer im Grasland auf dem Stützpunkt habe sich von ungewöhnlich starken Winden angetrieben in kürzester Zeit ausgebreitet und ein Übungsgelände erfasst, wo Soldaten trainierten, sagte Kommandeur Wade Rutland vor der Presse. Die Ursache für den Brand werde noch untersucht. Derzeit werde nicht davon ausgegangen, dass Öl- oder Gasinfrastruktur auf dem Gelände eine Rolle spielte. 

Starke Winde sollen ein Feuer auf dem Militärstützpunkt schnell vorangetrieben haben.

Starke Winde sollen ein Feuer auf dem Militärstützpunkt schnell vorangetrieben haben. Foto: John Ulan/The Canadian Press/AP/dpa

Die Nachrichtenplattform „Global News“ hatte zuvor berichtet, dass bei der Übung mit scharfer Munition eine Gasleitung oder ein Gasbrunnen getroffen worden sei. Dies habe zu einer Explosion geführt, hieß es zunächst unter Berufung auf Quellen innerhalb der kanadischen Streitkräfte. 

Kanadas Premierminister Mark Carney sprach von einer der „schlimmsten Tragödien“ für die Armee auf kanadischem Boden in Friedenszeiten. Er ordnete an, dass die Fahnen an Bundesgebäuden auf halbmast gesetzt werden.

Einer der am stärksten frequentierten Armeestützpunkte

Wainwright liegt rund 210 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Edmonton. Nach Angaben der Regierung handelt es sich bei dem Militärstützpunkt um einen der am stärksten frequentierten Armeestützpunkte in Kanada. 

Kommandeur Rutland zufolge trainierten die Soldaten einer Infanteriegruppe bei der Übung mit scharfer Munition und simulierten Kampfhandlungen. Sie befanden sich demnach in Vorbereitung für einen Einsatz in Lettland im kommenden Jahr.

Vier Menschen sind bei dem Brand ums Leben gekommen.

Vier Menschen sind bei dem Brand ums Leben gekommen. Foto: John Ulan/The Canadian Press/AP/dpa

Dutzende erlitten Verletzungen.

Dutzende erlitten Verletzungen. Foto: John Ulan/The Canadian Press/AP/dpa

Eine Gruppe von Soldaten trainierte für einen späteren Einsatz in Lettland.

Eine Gruppe von Soldaten trainierte für einen späteren Einsatz in Lettland. Foto: John Ulan/Canadian Press via ZUMA Press/dpa

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Höchste Sturmwarnung für Mallorca

Ein schriller Warnton auf allen Handys, kein Unterricht am Montag und Verspätungen am Flughafen: Mallorca bereitet sich auf das Sturmtief „Adam“ vor. Was in der Nacht droht.

ICE-Lokführer verpasst Halt in Osthessen

Kein guter Tag für die Fahrgäste im ICE 596: Erst ist der Zug extrem überfüllt und fährt verspätet in Frankfurt los. Dann vergisst der Lokführer, in Fulda zu halten.

Trump spricht Wahlempfehlung für Netanjahu aus

Immer wieder fragten Reporter US-Präsident Trump, ob er eine Wiederwahl des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu begrüßen würde. Knapp anderthalb Wochen vor der Wahl gibt er eine Antwort.

Eine Tote bei Sturmtief Adam in Spanien

Reißende Bäche, überflutete Wohnungen und mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter: Sturmtief Adam trifft Spaniens Mittelmeerküste. Warum solche Unwetter wahrscheinlicher werden.