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Justiz

Hamburg setzt komplett auf die elektronische Gerichtsakte

Seit Anfang des Jahres nutzen nach Angaben der Justizbehörde alle Gerichte und Staatsanwaltschaften in Hamburg die elektronische Akte. (Symbolbild)

Seit Anfang des Jahres nutzen nach Angaben der Justizbehörde alle Gerichte und Staatsanwaltschaften in Hamburg die elektronische Akte. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

In Hamburg werden Gerichtsakten seit Jahresbeginn komplett digital bearbeitet. Was sich für Justizbeschäftigte und Rechtssuchende ändert.

Von dpa 02.01.2026, 06:05 Uhr
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Hamburg. Die Hansestadt Hamburg hat zum 1. Januar bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften die elektronische Akte eingeführt. „Die E-Akte verändert die Arbeitsweise grundlegend. Sie bietet zeitgemäße Arbeitsbedingungen, ermöglicht schnellere Abläufe und effizientere Zusammenarbeit und ist die Grundlage dafür, KI noch stärker zum Einsatz zu bringen“, erklärte Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne). Auch wenn die Papierakten jetzt noch nicht überall verschwunden seien, werde die neue digitale Akte zur Regel.

Die E-Akte ermöglicht den Angaben zufolge Justizbeschäftigten einen orts- und zeitunabhängigen Zugriff auf Inhalte. Dokumente könnten flexibel bearbeitet, strukturiert und ausgewertet werden, der Akten- und Dokumententransfer werde deutlich beschleunigt. 

Rechtssuchende wiederum profitierten demnach von einer komfortablen elektronischen Akteneinsicht in vollständig digital geführten Verfahren. Bereits jetzt würden mehr als 500.000 Verfahren digital bearbeitet.

Seit Anfang des Jahres sind nach dem Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz von 2017 bundesweit in fast allen Verfahrensbereichen der Justiz die Prozessakten elektronisch zu führen. Eine Sonderregelung erlaubt es der Justiz jedoch, ausnahmsweise bestimmte Verfahren auch nach dem 1. Januar noch in Papierform zu beginnen – eine Option, die Hamburg den Angaben zufolge nicht in Anspruch nimmt.

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