AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Schleswig-Holstein

Landesbeschäftigte demonstrieren vor Staatskanzlei in Kiel

Mit einer Menschenschlange wird an der Kieler Förde demonstriert.

Mit einer Menschenschlange wird an der Kieler Förde demonstriert. Foto: Frank Molter/dpa

Eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei: Landesbeschäftigte fordern vor der nächsten Tarifrunde mehr Lohn. Bei der Demonstration kam auch die Finanzministerin zu Wort.

Von dpa 06.01.2026, 14:55 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Kiel. Rund 500 Landesbedienstete haben bei einem Warnstreik vor der Staatskanzlei in Kiel für höhere Löhne demonstriert. Der dbb Beamtenbund und die Tarifunion hatte dazu aufgerufen. Zwischenzeitlich bildeten die Teilnehmer eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zum Regierungssitz des Ministerpräsidenten. Besonders stark vertreten waren die Straßenmeistereien und die Finanzverwaltung.

Der dbb fordert von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Statt die erste Verhandlungsrunde für konstruktive Gespräche zu nutzen, habe die Arbeitgeberseite die Forderungen pauschal als unbezahlbar abgelehnt, kritisierte der dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp.

„In der zweiten Runde wollen wir ein vernünftiges Angebot auf dem Tisch sehen“, betonte Tellkamp. Diese Verhandlungen starten am 15. Januar in Potsdam. Die Demonstranten forderten zudem, die Lohnerhöhung auch auf Beamtinnen und Beamte auszuweiten.

Bei der Kundgebung sprach schließlich auch Finanzministerin Silke Schneider (Grüne), die für die Arbeitgeberseite verhandelt. Sie erklärte: „Ich glaube, dass wir eine gute Chance haben, eine faire Lösung Ende Februar miteinander zu bekommen.“

Die Arbeitgeberseite habe die Forderungen pauschal als unbezahlbar abgelehnt, kritisierte der dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp.

Die Arbeitgeberseite habe die Forderungen pauschal als unbezahlbar abgelehnt, kritisierte der dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp. Foto: Frank Molter/dpa

Silke Schneider glaubt an eine faire Lösung.

Silke Schneider glaubt an eine faire Lösung. Foto: Frank Molter/dpa

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Stromausfall sorgt für Großbrand im Norden

Ein Netzfehler legte am Morgen in fünf Kreisen Schleswig-Holsteins den Strom für rund 40.000 Menschen lahm. Auf den Stromausfall folgten Brände mit teils enormen Schadenshöhen.