AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Kapitalbedarf für KI-Boom

Oracle will sich 20 Milliarden Dollar beschaffen

Der US-Konzern Oracle plant eine immense Kapitalerhöhung

Der US-Konzern Oracle plant eine immense Kapitalerhöhung Foto: Andrej Sokolow/dpa

Der US-Techkonzern Oracle will eine milliardenschwere Kapitalerhöhung stemmen, um Investitionen für den KI-Boom zu finanzieren. Das Urteil der Börse fällt deutlich aus.

Von dpa 02.11.2026, 19:45 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

Austin. Der amerikanische Software- und Rechenzentren-Konzern Oracle will sich 20 Milliarden Dollar zur Finanzierung seines Wachstums beschaffen. Dazu sollen neue Aktien im Umfang von 10 Milliarden Dollar ausgegeben werden, wie Oracle mitteilte. Gleichzeitig will das Unternehmen weitere 10 Milliarden Dollar durch den Verkauf von Anleihen aufnehmen. Die Erlöse sollen zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs beitragen, wozu auch Investitionsausgaben und Dividendenzahlungen gehören können, so Oracle. 

Erst vor wenigen Tagen hatte Oracle neue Investitionspläne zur Finanzierung seiner Investitionen in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) bekannt gegeben. Anleger reagierten verschnupft: An der Börse in New York rutschte die Aktie am Montag um mehr sechs Prozent ab. 

Oracle rechnet dank des KI-Booms in den kommenden Jahren mit einem hohen Wachstum. Dieses soll sich ab dem Geschäftsjahr 2028/29 selbst tragen und nicht mehr über die Aufnahme von Eigen- und Fremdkapital finanziert werden.

Das Unternehmen wolle bis Mitte 2030 nur noch 20 Milliarden Dollar am Finanzmarkt zur Wachstumsfinanzierung einsammeln, hieß es vergangene Woche. Zuletzt hatte die massive Ausgabe von Aktien und Anleihen zur Finanzierung von Rechenzentren den Kurs des Oracle-Papiers stark belastet. Binnen eines Jahres verlor die Aktie des hoch verschuldeten Konzerns gut die Hälfte ihres Werts.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

KI als Kriegswaffe? Europa drohen Exportkontrollen

Wenn KI als Kriegswaffe gilt, könnten Europas Firmen bald von US- und chinesischen Spitzenmodellen abgeschnitten sein. Mistral-Chef Arthur Mensch warnt vor den Folgen – und fordert einen eigenen Weg.

Amazon profitiert von Cloud-Geschäft

Amazon ist nicht nur der weltgrößte Online-Händler, sondern auch ein führender Player bei Cloud-Diensten. Im KI-Boom sorgt das für Wachstum - aber bringt auch hohe Kosten für neue Rechenzentren.