Protestzug

Schüler streiken in Hamburg wegen der Wehrpflicht

„FCK Wehrpflicht“ und „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“ steht auf Plakaten bei der Demo gegen die neue Wehrpflicht

„FCK Wehrpflicht“ und „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“ steht auf Plakaten bei der Demo gegen die neue Wehrpflicht Foto: Marcus Golejewski/dpa

Sie wollen kein „Kanonenfutter“ werden und keine Post von der Bundeswehr erhalten.

Von dpa 20.02.2026, 13:55 Uhr

Hamburg. Erneut sind in Hamburg viele Schülerinnen und Schüler gegen den neuen Wehrdienst auf die Straße gegangen. Nach Schätzungen eines dpa-Fotografen zogen deutlich mehr als 1.000 junge Menschen am Vormittag vom Hauptbahnhof vor das Rathaus. Auf Plakaten waren Slogans wie „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“ oder „Fuck Wehrpflicht“ zu lesen.

Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer mit „in der Spitze rund 1.200 Personen“ an; die Initiatoren vom Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ hatten der Anmeldung zufolge mit 2.500 Menschen gerechnet.

Zweite Demo gegen Wehrpflicht 

Es war bereits die zweite Demo dieser Art. Anfang Dezember hatte das Bündnis schon einmal zum Schulstreik aufgerufen, nachdem der Bundestag grünes Licht für den neuen Wehrdienst gegeben hatte. Das Bündnis sprach anschließend von 5.000 Teilnehmern, die Polizei von 1.700.

Das Gesetz war dann am 1. Januar in Kraft getreten. Im Rahmen der neuen Wehrpflicht erhalten junge Männer und Frauen, die volljährig werden, nun Post mit einem Fragebogen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, denn nach dem Grundgesetz ist eine Wehrpflicht nur für sie möglich. Für junge Frauen ist dies freiwillig.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Demos und Dosenbier: Punk-Camp auf Sylt gestartet

Mit Bannern und Zelten sind auch im fünften Sommer wieder zahlreiche Punks aus ganz Deutschland nach Sylt gereist. Unter dem Motto „Normalize Revolution“ üben sie mit dem Protest-Camp auch Kritik.

Legende beim HSV: Kevin Keegan ist tot

Beim HSV und beim FC Liverpool reifte Kevin Keegan zum Weltstar. Überall verehrten ihn die Fans, selbst als Sänger machte er eine gute Figur. Nun ist das Fußball-Idol gestorben.