So steht es um die Gen-Z-Proteste in Hamburg
Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein. (Symbolbild) Foto: Malte Christians/dpa
Für Samstag hat die Initiative „Gen Z regelt“ zu bundesweiten Protesten aufgerufen. Auch in Hamburg ist eine Demo angemeldet – und hat nun den Zusatz „GenZ regelt!“ bekommen.
Hamburg. Am Samstag wollen auch in Hamburg Jugendliche für bessere Bildung und gegen eine Wehrpflicht auf die Straße gehen. Nach den Protesten in Frankreich, Italien und Belgien hat die Protestbewegung „Gen Z regelt“ zu bundesweiten Aktionen aufgerufen. Eine in Hamburg bisher lediglich unter dem Motto „Gegen Wehrpflicht“ angemeldete Demo wurde laut Polizei um den Zusatz „Gen Z regelt!“ ergänzt.
Die angemeldete Demo „Gegen Wehrpflicht – Gen Z regelt!“ solle vom Jungfernstieg über die Mönckebergstraße zum Lohmühlenpark in St. Georg ziehen. Der Anmelder erwartet demnach 1.000 bis 2.000 Teilnehmende.
Polizei: Keine nur der Bewegung zuzurechnende Demo
Dennoch gelte weiterhin: „Eine eigene, der Gen-Z-Bewegung zuzurechnende Versammlung findet nach den letzten Erkenntnissen nicht statt“, hieß es aus der Polizeipressestelle.
Es habe offenbar Gespräche zwischen dem Anmelder der Demonstration „Gegen Wehrpflicht“ und Organisatoren einer ursprünglich geplanten Gen-Z-Versammlung gegeben, teilte die Polizei mit. Sie geht davon aus, dass sich Anhänger der Gen-Z-Protestbewegung der angemeldeten Demonstration anschließen könnten. Wie viele Menschen am Samstag tatsächlich protestieren werden, war zunächst noch unklar.
Das ist in Hamburg geplant
Auf der Homepage der „Gen Z regelt“-Initiative wird nach wie vor für Samstag, 14.00 Uhr, zu einer Kundgebung am Jungfernstieg aufgerufen. Bis Donnerstagnachmittag hatten sich dafür nahezu 9.400 Menschen angekündigt. Die Initiative fordert mehr Geld für das Schulsystem, konsequenten Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und spricht sich gegen eine Wehrpflicht aus.
Es zeichne sich ab, dass die Polizei ein Großaufgebot mit mehreren Hundertschaften stellen werde. Auch Drohnen sollten zum Einsatz kommen. Die Polizei erwartet dennoch einen weitgehend störungsfreien Verlauf der Demonstrationen.