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Küstenschutz

Sprengung: Warum das THW im Kreis Cuxhaven die Deiche löchert

Um in Hochwassernotlagen Deiche zur Entlastung sprengen zu können, trainierten THW-Einsatzkräfte so ein Szenario nun im Landkreis Cuxhaven.

Um in Hochwassernotlagen Deiche zur Entlastung sprengen zu können, trainierten THW-Einsatzkräfte so ein Szenario nun im Landkreis Cuxhaven. Foto: Christian Butt/dpa

Deiche sollen eigentlich vor Wasser schützen. Doch bei Hochwasserlagen müssen sie teils auch vom Wasserdruck entlastet werden. Wie das mit Hilfe von Sprengungen gelingt, haben Spezialisten gerade geübt.

Von dpa 13.09.2026, 06:00 Uhr
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Cuxhaven. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus ganz Niedersachsen haben an der Wurster Nordseeküste (Landkreis Cuxhaven) die kontrollierten Sprengungen von Deichen bei einer Hochwassernotlage geübt. Das Übungsszenario sei durchaus realistisch, sagte Sven Biskupek, Gruppenführer der Fachgruppe Sprengen des THW-Ortsverbandes Cuxhaven, der die Übung organisierte.

Nach der Übungssprengung begutachteten die THW-Spezialisten das Ergebnis.

Nach der Übungssprengung begutachteten die THW-Spezialisten das Ergebnis. Foto: Christian Butt/dpa

Er verwies auf das Winterhochwasser 2023/2024 in Niedersachsen. „Da drohte an der Hunte in Oldenburg ein Deich zu brechen und dort hätte man eine Entlastungssprengung durchführen müssen“, sagte Biskupek. Glücklicherweise sei diese dann doch nicht nötig gewesen. Doch das THW wolle sich auf solche Einsatzlagen und möglichen Deichsprengungen, um den Wasserdruck von Deichen zu nehmen, vorbereiten. Daher seien solche Übungen hilfreich.

Was genau gesprengt wurde

Bei der Übung sprengten Spezialisten an zwei Stellen an einem extra aufgebauten, mehrere Meter hohen Übungsdeich Öffnungen in die Erde. Der Aufwand für die Übung sei sehr groß, sagte Biskupek. „Das ist schon eine besondere Aktion, die wir hier heute durchgeführt haben.“

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) verfolgte die Übung. „Ich habe so etwas noch nie gesehen. Es sah sehr spektakulär aus“, sagte die SPD-Politikerin nach der Sprengung. Auch die Ministerin betonte, es sei wichtig, dass sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf solche Lagen vorbereiteten. Deiche sollten eigentlich vor Wasser schützen, sagte Behrens. Sie zu öffnen sei etwas Ungewöhnliches und brauche Übung.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) verfolgte die Übung.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) verfolgte die Übung. Foto: Christian Butt/dpa

Insgesamt gibt es nach Angaben der Ministerin vier Teams des THW in ganz Niedersachsen, die im Ernstfall solche Sprengungen übernehmen könnten. An der Übung nahmen insgesamt 70 THW-Kräfte und viele weitere Kräfte anderer Hilfsorganisationen teil. „Das ist sehr, sehr ehrenwert und auch ganz hilfreich, denn der Katastrophenschutz Niedersachsen würde ohne Ehrenamt gar nicht funktionieren“, sagte Behrens.

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H
Hellmut Von Blücher
13.09.202617:01 Uhr

Es wurde immer abgestritten das der Deich zwischen Freiburg und Balje im Ernstfall gesprengt wird um 17qkm zu fluten. Die 2. Deichlinie ist ja vorhanden

H
Heiko Kania
13.09.202615:32 Uhr

SIEGEL-ONLINE, 16.06.2013: "...Bei Breitenhagen im sachsen-anhaltinischen Salzlandkreis wurde am Wochenende ein Loch in den Saale-Deich gesprengt. Nach einer ersten Sprengung am Samstag wurde ein weiterer Abschnitt am Sonntag gesprengt. Durch die laut Krisenstab etwa 60 Meter lange Öffnung soll nun Wasser aus zuvor gefluteten Gebieten zurück in den Fluss laufen..." - offensichtlich gibt es Hochwasser-Lagen, die nicht dem entsprechen, was Sie zu wissen meinen.

H
Heiko Kania antwortete am
13.09.202617:09 Uhr

Ah, Herr Mextorf, Sie lernen. Hirnrissigkeit ist dann doch wohl zu starker Tobak, diesen Einsatz der Ehrenamtlichen zu diskreditieren... Das THW als Einrichtung des Bundes soll bundesweit (und oft auch im weltweiten Einsatz) ALLE Aufträge erfüllen können. Und das wurde offensichtlich in Cuxhaven beübt (bewusst nicht: geübt).

J
Jochen Mextorf antwortete am
13.09.202616:30 Uhr

Wer Polder-Technik ignoriert, muss zwangsläufig wirre Sprengungen tätigen. Dabei liegt der gravierende Unterschied an der Lage, ob Küste oder Binnengewässer.

J
Jochen Mextorf
13.09.202610:38 Uhr

H > Was passiert im Hinterland? Diesen Schwachsinn der Sprengung hier zu glorifizieren, ist hirnrissig.
Würden die NL so agieren, wären sie längst ein Teil der Nordsee.

J
Jochen Mextorf
13.09.202608:08 Uhr

Deich-Sprengung, anstatt Deichverstärkung. Eine kostengünstige Alternative. Mürbe Deiche wegsprengen, prima.

H
Heiko Kania antwortete am
13.09.202608:25 Uhr

Schade, Herr Mextorf. Sie verstehen wieder einmal nicht, um was es geht. Obwohl der Artikel das sehr deutlich schildert.

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