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Einzelhandel

Textildiscounter Kik will unrentable Filialen schließen

Kik betreibt in 14 Ländern rund 4.200 Filialen. Die meisten arbeiten profitabel, sagt das Unternehmen. Die unrentablen sollen geschlossen werden. (Symbolbild)

Kik betreibt in 14 Ländern rund 4.200 Filialen. Die meisten arbeiten profitabel, sagt das Unternehmen. Die unrentablen sollen geschlossen werden. (Symbolbild) Foto: Guido Kirchner/dpa

Auch Kik hat mit härterem Wettbewerb und gesunkener Kauflaune zu kämpfen: Alles kommt jetzt auf den Prüfstand. Dabei werden wohl auch Filialen geschlossen. Und die Beschäftigten?

Von dpa 11.09.2025, 14:35 Uhr
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Bönen. Der Textildiscounter Kik will seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und dafür auch unrentable Filialen schließen. Wie viele, wo und wann ist aber noch offen. Kommt es zu Schließungen, will Kik den betroffenen Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung ermöglichen. Dies geht aus einer Stellungnahme hervor, die das zum Tengelmann-Konzern gehörende Unternehmen im nordrhein-westfälischen Bönen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur veröffentlichte.

In der vergangenen Woche hatte der langjährige Kik-Chef Patrick Zahn überraschend das Unternehmen verlassen. In den vergangenen Tagen war in Medienberichten von möglichen Filialschließungen in dreistelliger Größenordnung die Rede. Kik hat in 14 Ländern Europas rund 4.200 Filialen, 2.400 davon allein in Deutschland. Von den insgesamt rund 32.000 Beschäftigten arbeiten etwa 19.000 in Deutschland, davon über 1.000 in der Zentrale.

Auch Kik von härter umkämpftem Marktumfeld betroffen 

Kik verwies in der Stellungnahme auf die Rahmenbedingungen für Handelsunternehmen, die sich in den vergangenen Jahren verändert hätten. So sehe man unter anderem ein härter umkämpftes Marktumfeld, eine anhaltende Inflation, eine spürbare Kaufzurückhaltung sowie zeitweise beeinträchtigte Lieferketten. Diese Veränderungen gingen auch an Kik nicht spurlos vorbei.

Derzeit untersucht Kik nach eigenen Angaben bestehende Strukturen. Dabei wolle man „Kosten- und Effizienzpotenziale“ identifizieren. Ziel sei, das Unternehmen so weiterzuentwickeln, dass man auch unter herausfordernden Marktbedingungen zukunftssicher und wettbewerbsfähig bleibe. Dies gelte für alle 14 Länder.

Kik: Die meisten Filialen arbeiten profitabel

„In welchem Umfang es im Kontext unserer Anpassungen zu einer Bereinigung unseres Filialportfolios kommt, ist Teil unserer sorgfältigen Analysen“, hieß es weiter. Dieser Optimierungsprozess des Filialnetzwerks erstrecke sich über die nächsten Jahre. Kik betonte, dass der größte Teil der 4.200 Filialen profitabel arbeite. Man wolle auch weiterhin neue Filialen eröffnen.

Die Mitarbeitenden in den Standorten müssten sich nicht um ihren Job sorgen, betonte der Discounter. „Auf Grund unseres dichten Filialnetzes und unserer starken Präsenz in der Fläche bieten wir jederzeit Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung.“

Kik (Abkürzung für „Kunde ist König“) wurde 1994 gegründet. Neben Kleidung verkauft der Discounter auch Haushaltsartikel, Heimtextilien, Party- und Geschenkartikel, Spielwaren und Dekoartikel.

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