AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Blaulicht

Molotow-Cocktails: Stader Gericht erlässt U-Haft für 23-Jährigen

Zwei Molotow-Cocktails sollen in Cuxhaven geflogen sein. Sie zündeten nicht. (ILLUSTRATION)

Zwei Molotow-Cocktails sollen in Cuxhaven geflogen sein. Sie zündeten nicht. (ILLUSTRATION) Foto: Ayman Nobani/dpa

In Cuxhaven eskaliert der Streit zweier Familien. Jetzt wird bekannt, sogar einen Mordversuch soll es gegeben haben.

Von Redaktion 08.10.2026, 15:25 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Cuxhaven/Stade. Nach der Massenschlägerei zwischen zwei Familien an der Brockeswalder Chaussee in Cuxhaven kommen weitere Details ans Licht der Öffentlichkeit. Wie die Polizei Cuxhaven mitteilt, sind die Ermittlungen ausgeweitet worden. Bereits am 29. September, dem Tag vor der gewaltsamen Auseinandersetzung auf offener Straße, seien Molotow-Cocktails auf ein Auto und ein Wohnhaus in der Küddowstraße geworfen worden.

Laut Polizei soll ein 23-jähriger Cuxhavener in der Nacht die brennbaren Flaschen gegen das Fenster eines 68-Jährigen sowie gegen das Auto eines 35-Jährigen geworfen haben, führt Polizeisprecher Stephan Hertz aus: „Beide Molotow-Cocktails zündeten jedoch nicht, sodass es glücklicherweise zu keinen größeren Schäden oder Verletzten kam.“

Festnahme am Donnerstagmorgen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade hat das Amtsgericht Stade jetzt einen Untersuchungshaftbefehlt gegen den 23-jährigen Tatverdächtigen erlassen. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Am Donnerstagmorgen sei der Haftbefehl vollstreckt worden, der junge Mann in eine Justizvollzuganstalt gebracht.

Bei einer gleichzeitig durchgeführten Durchsuchung seien zudem „diverse Beweismittel“ sichergestellt worde. Die Ermittlungen dauerten an - ebenso im Fall der Schlägerei am Folgetag.

30 Männer in Schlägerei verwickelt

Die Polizei hat für mögliche Foto- und Videoaufnahmen ein Hinweisportal geschaltet. Dort können auch anonym Angaben gemacht werden.

Am Mittwochnachmittag (30. September) waren gegen 16 Uhr rund 30 Männer zweier Familien an der viel befahrenen Brockeswalder Chaussee aneinandergeraten. Um die gewaltsame Auseinandersetzung zu beenden, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an. Auch Diensthundeführer wurden hinzugezogen.

Durch den massiven Polizeieinsatz konnte die Situation nach Angaben eines Polizeisprechers relativ schnell beruhigt werden. Eine Person wurde leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Einsatz dauerte dennoch mehrere Stunden und zog sich bis zum Einsetzen der Dunkelheit hin. (pm/tip)

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel