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Bundeswehr

1.700 Kräfte trainieren Ernstfall – Aktivisten protestieren

„Für Krieg ist ja genug Geld da“ ist auf einem Schild zu lesen.

„Für Krieg ist ja genug Geld da“ ist auf einem Schild zu lesen. Foto: Gregor Fischer/dpa

Wie Bundeswehr, Polizei und Unternehmen bei „Red Storm Charlie“ auf Notfälle reagierten – und warum Aktivisten dagegen auf die Straße gingen.

Von dpa 26.09.2026, 16:00 Uhr
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Hamburg. Begleitet von Demonstrationen ist die dreitägige Militärübung „Red Strom Charlie“ am Samstag in Hamburg zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Übung von Bundeswehr, zivilen Behörden, Organisationen und Unternehmen standen Kommunikation, Koordination und das gemeinsame Handeln in komplexen Lagen.

Rund 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Rund 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter etwa 500 Soldatinnen und Soldaten, hatten diverse Aufgaben zu bewältigen, etwa einen Chemieunfall, einen Sabotageakt auf einen Zug mit militärischen Gütern, einen Massenanfall von verletzten Soldatinnen und Soldaten sowie die Einrichtung eines Ersatzkrankenhauses in einer Tiefgarage.

Die Bundeswehr veranstaltete eine dreitägige zivil-militärische Übung namens „Red Storm Charlie“.

Die Bundeswehr veranstaltete eine dreitägige zivil-militärische Übung namens „Red Storm Charlie“. Foto: Marcus Brandt/dpa

Als ersten größeren Test mussten Bundeswehr und Polizei am Donnerstag zwei feindliche Drohnen vom Himmel holen, entschärfen und den Drohnenpiloten auf dem Terminalgelände O’Swaldkai des Hafenlogistikers HHLA festsetzen. In der Nacht rollte zudem ein Konvoi mit bis zu 70 Militärfahrzeugen durch die Stadt.

Übung von Protesten begleitet

Begleitet wurde die Übung von Protesten, am Donnerstag hatten Aktivisten nach Polizeiangaben vergeblich versucht, den Militärkonvoi zu stören. Am Freitag besetzten Aktivisten Gleise der Hafenbahn und am Samstag zogen Hunderte Demonstranten durch die Innenstadt.

Zum Protest aufgerufen hatte das Bündnis „Kein Nato Hafen“ unter dem Motto „NEIN zum Kriegsmanöver Red Storm Charlie - JA zu sozialem Fortschritt!“. Unterstützt wurde das Bündnis unter anderem von Initiativen der Friedensbewegung, Jugendverbänden, Gewerkschaftern und Nichtregierungsorganisationen (NGOs).

„Red Storm Charlie“ dritte Übung dieser Art

„Red Storm Charlie“ war die bereits dritte zivil-militärische Übung dieser Art in Hamburg. Deren Basis war der Operationsplan Deutschland. Er beschreibt laut Bundeswehr, wie militärische Maßnahmen der Landes- und Bündnisverteidigung mit zivilen Unterstützungsleistungen koordiniert werden. Ziel des Plans sei es, Zuständigkeiten, Abläufe und Verfahren frühzeitig festzulegen, damit staatliche und zivile Stellen im Bedarfsfall abgestimmt und handlungsfähig reagieren könnten.

Auch Hubschrauber kommen bei der Übung „Red Storm Charlie“ zum Einsatz.

Auch Hubschrauber kommen bei der Übung „Red Storm Charlie“ zum Einsatz. Foto: Marcus Brandt/dpa

Neben der Bundeswehr beteiligten sich nach „Red Storm Alpha“ (2024) und „Red Storm Bravo“ (2025) an der dritten Resilienzstärkungs- und Verteidigungsübung Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk. Auch dabei waren Landesbehörden, das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf und zivile Unternehmen wie Airbus, der Hafenlogistiker HHLA, die Hafenverwaltung HPA und Lebensmittel-Handelsketten. Zudem wollten rund 250 Unternehmen bei der Übung „Red Storm Business“ der Handelskammer die eigene Handlungsfähigkeit bei einem längeren Stromausfall prüfen.

Polizisten zerstören eine abgefangene Drohne mit einem Wasserstrahl.

Polizisten zerstören eine abgefangene Drohne mit einem Wasserstrahl. Foto: Marcus Brandt/dpa

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